Steinkohlekraftwerk Krefeld-Uerdingen: Genehmigungsantrag liegt aus

Trianel Kohlekraftwerk Lünen

Image by MrNase via Flickr

 

Krefeld – Die Trianel Kohlekraftwerk Krefeld Projektgesellschaft mbH & Co. KG beabsichtigt den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Krefeld-Uerdingen. Hierzu hat sie bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag nach den §§ 8 und 9 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) auf Erlass eines Vorbescheides zur Errichtung und zum Betrieb des Kraftwerks einschließlich einer 1. Teilgenehmigung gestellt.

Die Antragsunterlagen und der Bezirksregierung Düsseldorf bisher vorliegende fachliche Stellungnahmen, die Angaben über Umweltauswirkungen enthalten, liegen vom 14.05.2010 bis 14.06.2010 in den Städten Krefeld, Duisburg, Meerbusch, Moers

Neukirchen-Vluyn sowie bei der Bezirksregierung Düsseldorf aus.

Die Antragsunterlagen können Sie darüber hinaus auch auf der Webseite der Bezirksregierung einsehen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Niederrheinische Umweltverein (NUV) und die Rheinhauser Bürgerinitiative Saubere Luft haben Vordrucke erstellt, auf denen bis zu zehn Bürger unterzeichnen können.

Die von Trianel selbst eingesetzten Gutachter zeigen unterdessen, wie die Rheinische Post darlegt, in den seit gestern vorliegenden Antragsunterlagen viele kritische Punkte auf: Spannend liest sich das "Klimagutachten": Es legt dar, wie insbesondere der Duisburger Westen betroffen wäre. Die nächstgelegenen Wohngebiete sind allesamt in Duisburg: der Stadtteil Mühlenberg liegt 700 Meter entfernt, die Eisenbahnsiedlung 900 Meter, Rumeln-Kaldenhausen 1100 Meter. Das Gutachten zeigt, dass die Sonne bei Entfernungen von bis zu einem Kilometer bis zu zehn Prozent weniger scheint. Im Sommer sind auch westliche und östliche Gebiete von weniger Sonneneinstrahlung betroffen. Geruchsbelästigungen seien nicht zu erwarten, der Lärm soll laut Gutachten "weit unter den vorgegebenen Imissionsrichtwerten" liegen.

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