Ifo-Chef Sinn übt massive Kritik auf Euro-Rettungsschirm

Düsseldorf (ots) – Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat den Rettungsschirm der Euro-Staaten für die gemeinsame Währung massiv kritisiert. "Ich halte die Aktion für völlig überzogen und deplatziert", sagte Sinn der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Hier wird unter dem Deckmantel der Krisenbewältigung der Schritt in die Eurobonds und die Vergemeinschaftung der Schulden getan", sagte der Münchner Spitzenökonom. "Die Maßnahmen dienen dazu, die Zinsen in Europa gleich zu machen, obwohl sie nicht gleich sein sollten", sagte der Chef des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Dagegen begrüßte der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, die gemeinsame Rettungsaktion für den Euro. "Angesichts der drohenden Ansteckungsgefahren stand das Euro-Haus in Flammen und als Löschaktion gehen die Maßnahmen in die richtige Richtung", sagte der Präsident des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftspolitik (ZEW) der "Rheinischen Post". "Die Erfahrung mit den Finanzkrisen hat nämlich gezeigt, dass Einzelfallregelungen oft nicht helfen, sondern dass breiter angelegte Maßnahmen die Finanzmärkte eher beruhigen", sagte Franz der Zeitung.

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