Dioxinverdacht auch in Brandenburg

Corn gathering / Manifestación de maiz

Image by . SantiMB . via Flickr

Berlin (ots) – Berlin – Über die bereits bekannt gewordenen Fälle hinaus ist dioxinbelasteter Futtermais auch nach Brandenburg geliefert worden. Gegen den betroffenen Betrieb sei eine Sperrverfügung verhängt worden, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). Der Betrieb darf keine Eier ausliefern, bis geklärt ist, ob diese mit Dioxin verseucht sind.

Als Konsequenz auf den jüngsten Futtermittelskandal fordert die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch strengere Kontrollen von Futtermitteln. "Jede Futtermittelcharge muss auf Dioxin untersucht werden", sagte der stellvertretende Geschäftsführer, Matthias Wolfschmidt, der Zeitung. Bislang werden nur Stichproben genommen. Wolfschmidt kritisierte zudem die Behörden für die schleppende Informationspraxis. Die Behörden wussten bereits seit dem 27. April von der Dioxinbelastung, die Verbraucher wurden jedoch erst am vergangenen Freitag informiert. "Die Behörden müssen die Verbraucher sofort informieren, wenn sie solche Informationen haben", fordert Wolfschmidt. Das Bundesverbraucherschutzministerium wies die Foodwatch-Kritik zurück. Die Dioxinbelastung der Eier führe nicht zu einer akuten Gesundheitsgefährdung, sagte ein Sprecher dem Tagesspiegel auf Anfrage.

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