Zwischenfall bei Rede von Angela Merkel in Wuppertal

Düsseldorf (ots) – Am Rande eines Wahlkampfauftritts von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Wuppertal ist es gestern Abend zu einem Zwischenfall gekommen. Am Fenster eines Hauses am Johannes-Rau-Platz, auf dem die Kanzlerin sprach, hatte ein Bundespolizist zwei Personen – angeblich Frauen – beobachtet, die einen "verdächtigen Gegenstand" bei sich gehabt haben sollen. Der Beamte alarmierte seine Kollegen. Daraufhin wurde ein Großaufgebot von Polizeikräften zu dem Haus in Bewegung gesetzt. Zwischenzeitlich hatte Angela Merkel, die von alledem offenbar nichts mitbekommen hatte, die Veranstaltung bereits verlassen. Wie die Polizei Wuppertal am späten Abend gegenüber der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post (Donnerstagsausgabe) mitteilte, sei umgehend die Durchsuchung der Wohnung vorbereitet worden.  Die Atmosphäre auf dem Platz war von Anfang an aufgeladen. Während der Rede der Bundeskanzlerin, die von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers sowie den CDU-Politikern Ole von Beust und Roland Koch begleitet wurde, hatten etwa 80 Randalierer immer wieder versucht, die Veranstaltung mit Trillerpfeifen und Buh-Rufen zu stören. Zur Deeskalation der Situation trug die Schlagfertigkeit der Kanzlerin bei. Es gelang ihr, die Störer mit Worten zu isolieren: "Was machen die Leute da eigentlich, die da so schreien? Haben die keine eigenen Veranstaltungen?"

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