Unions-Finanzexperte Kolbe: Griechenland-Rettungsgesetz nicht zustimmungsfähig wegen Schutz der Banken und Spekulanten

Leipzig (ots) – Der CDU/CSU-Finanzexperte im Bundestag, Manfred Kolbe, hat das Rettungspaket für Griechenland wegen der Ausklammerung der Gläubiger im Banken- und Versicherungssektor für "nicht zustimmungsfähig" erklärt. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag-Ausgabe) meinte Kolbe: "Die europäischen Steuerzahler zahlen die Zeche für die Profiteure, die jetzt mit ihren griechischen Staatsanleihen neun Prozent Zinsen kassieren." Bei jeder normalen Insolvenz müssten Gläubiger mindestens auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, "aber die Herren vom Finanzmarkt kommen ganz ungeschoren davon. Einem solchen Gesetz kann ich nicht zustimmen." Kolbe verwies darauf, dass zur Finanzierung des Rettungspaketes "den deutschen als auch den griechischen Bürgern nicht vermittelt werden kann, dass ihnen harte Einschnitte bevorstehen, während den Spekulanten über viele Jahre hinweg hohe Zinsen aus ihren griechischen Staatsanleihen garantiert werden".

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