Lafontaine: Das Projekt Linkspartei ist unvollendet

Berlin (ots) – Der scheidende Linken-Vorsitzende Oskar Lafontaine sieht das Projekt Linkspartei als unvollendet an. Dem Tagesspiegel (Sonntagausgabe) sagte Lafontaine: "Unvollendet ist wahrscheinlich jedes politische Projekt. Wenn ich erst gegangen wäre, wenn die Sache vollendet ist, dann wäre ich auf dem Stuhl des Parteivorsitzenden gestorben. Politik hat immer etwas Unfertiges und Unvollkommenes." Allerdings hätten sich die Dinge besser entwickelt, als er beim Start vor fünf Jahren gedacht habe. "Es gibt jetzt ein Fünf-Parteien-System in Deutschland, ob das den Konkurrenten schmeckt oder nicht." Zur Frage, ob perspektivisch eine Vereinigung von Linkspartei und SPD denkbar sei, sagte Lafontaine: "Wenn beide Parteien irgendwann einmal dasselbe Programm haben, kann sich diese Frage stellen. Das sehe ich aber nicht. In der Ära des Neoliberalismus ist die Linke unverzichtbar." Lafontaine selbst will, wenn sich seine gesundheitliche Situation weiter stabilisiert, auch künftig als politische Stimme auf der Bundesebene zu hören sein. "Ich werde auch künftig nicht nur den Garten bestellen und spazieren gehen." Allerdings strebe er einen Sitzplatz in der ersten Reihe nicht mehr an.

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2 thoughts on “Lafontaine: Das Projekt Linkspartei ist unvollendet

  1. Naja, eine Partei ist ja immer etwas, was sich Gegebenheiten anpassen muss. Somit kann eine Partei nie ein vollendetes Projekt sein. Außer sie hat erreicht was sie erreichen wollte und löst sich auf, aber ich glaube, dass wird keine Partei je schaffen, da sich ja doch immer neue Dinge auftun, die man erreichen möchte, da mit jedem Mitglied auch neue Gedanken in eine Partei kommen.