IG Metall gegen Spekulanten und Kartelle um das Eisenerz

Duisburg – Rund 6000 Stahlarbeiter haben heute gegen Kartelle und Spekulanten demonstriert –allein in Duisburg. Europaweit waren mehr als 10.000 Metaller auf der Straße. Die IG Metall sieht die Arbeitsplätze in der Stahlindustrie durch "Spekulanten und marktbeherrschende Kartelle um das Eisenerz" bedroht. "Kaum haben wir die Krisenbrände gelöscht, zünden die Rohstoffspekulanten sie wieder an und legen noch Briketts nach. Das dürfen wir, das darf die Politik nicht akzeptieren", sagte Bertin Eichler, Hauptkassierer der IG Metall auf der Protestkundgebung von Stahlarbeitern am Donnerstag in Duisburg. Stahlunternehmen seien für die Werkstoffversorgung der industriellen Fertigung genauso systemrelevant wie es Banken für die Finanzversorgung der Unternehmen seien. Deshalb müsse die Politik jetzt entschlossen und schnell handeln. "Ich fordere die Bundesregierung auf: Laden sie Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsräte zu einem Rohstoff- und Energiegipfel ein. Wir müssen gemeinsam Strategien zur Sicherung der Unternehmen und zum Erhalt der Arbeitsplätze entwickeln", forderte Eichler. Die IG Metall sei dazu bereit.

Der Gewerkschafter mahnte neue Regeln für Finanzmärkte an. "Die Zockerei muss endlich ein Ende haben. Es ist höchste Zeit, die versprochene Finanzmarktregulierung und Eindämmung der Spekulation umzusetzen", verlangte Eichler. Angesichts der Gefährdung der industriellen Substanz durch überzogene Preissteigerungen von über 100 Prozent an den Rohstoffmärkten und ungleiche Preisstrukturen bei der Energieversorgung seien faire Wettbewerbsbedingungen notwendig, sagte Eichler.

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