Minister zu Guttenberg bestätigt Teilnahme an offizieller Trauerfeier der Bundeswehr

 

Leipzig (ots) – Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird an der offiziellen Trauerfeier der Bundeswehr für die jüngsten vier in Afghanistan gefallenen deutschen Soldaten teilnehmen. Das erklärte ein Sprecher des Ministers gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe): "Die Teilnahme ist für den Minister selbstverständlich." Die Trauerfeier wird voraussichtlich am Freitag, 23. April, voraussichtlich in Ulm stattfinden. Bestätigt wurde mittlerweile gegenüber der Zeitung auch, dass sich, wegen des herrschenden Flugverbots, der Deutschland-Besuch des Oberkommandierenden der internationalen Truppen in Afghanistan, US-General Stanley McChrystal, um 24 Stunden verschieben werde. Der McChrystal-Besuch, bei dem es auch um eine stärkere Einbindung der Bundeswehr in die laufende Offensive gegen die Taliban gehen dürfte, sollte ursprünglichen am Sonntagabend mit inoffizllen Gesprächen beginnen. Mit Blick auf die Umstände der tödlichen Taliban-Attacken auf den internationalen Konvoi in der vergangenen Woche verwiesen Bundeswehr-Quellen gegenüber der Zeitung darauf, dass die Sicherungsmission der umstrittenen Brücke über den Kunduz-Fluss "auf ausdrücklichen Wunsch der Führungskräfte der afghanischen Verbündeten (ANA)" stattgefunden habe. Deutsche Einwände, man sei wegen des laufenden Kontingentwechsels nicht mit allen Fähigkeiten voll einsetzbar, seien von kommandierenden ANA-Offiziellen zurückgewiesen worden. Es habe sich bei der Maßnahme, die zum Tod der vier Bundeswehrsoldaten geführt hat, um den zweiten Versuch gehandelt, die Brücke dauerhaft unter Kontrolle der afghanischen Truppe zu bringen, die für die Nachschublinie der internationalen Truppen von großer Bedeutung ist. Ein Minenräum-Kommando der ANA hatte die Straße unmittelbar vor der Anfahrt der Stabilisierungstruppen auf Sprengfallen untersucht und freigegeben. Deshalb hätten sich die beteiligten Soldaten sicher gefühlt und sich vergleichsweise ungeschützt auch außerhalb der gepanzerten Fahrzeuge aufgehalten, als die Mega-Sprengfalle per Funkzünder ausgelöst worden sei, so die bisherigen offiziellen Untersuchungen. Bei der Sprengfalle habe es sich unter anderem um einen ausgebauten Raketensprengkopf gehandelt, der in der Straße vergraben worden war.

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