Israel hält iPad für nicht ganz koscher

Tel Aviv – Das israelische Telekommunikationsministerium hat am Dienstag ein Importverbot für das verhängt. Das berichtet unter anderem die israelische Tageszeitung "Haaretz". Geräte, die Flugreisende aus dem Ausland mitbringen, werden vom Zoll beschlagnahmt. "Es ist verboten, iPads nach Israel zu bringen; schicken sie es zurück nach Übersee", teilte das Telekommunikationsministerium einem Israeli mit, dessen Gerät nach seiner Rückkehr von einer Reise in die USA vom Zoll beschlagnahmt wurde.
Seinen Angaben zufolge wurde sein iPad von den Behörden eingelagert. Für jeden Tag, den es dort verbleibe, müsse er eine Lagergebühr zahlen. Allein am Dienstag wurden nach Angaben des Zolls am internationalen Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv zehn iPads beschlagnahmt.

Grund für die Maßnahme ist das WLAN-Modul von Apples neuem Tablet-Computer. Die WLAN-Technik des Tablets entspricht nicht den israelischen Standards für Drahtlosnetzwerke. Daher untersagt das Ministerium für Kommunikation den Betrieb des iPads. Einreisende aus den USA mussten das Gerät beim Zoll abgeben.
"Die in den Vereinigten Staaten verkauften iPad-Modelle nutzen Sendestärken, die zu US-Standards kompatibel sind. Israel orientiert sich im Bereich drahtloser Netzwerke eher an EU-Standards, die von den US-Normen abweichen und nur niedrigere Sendestärken erlauben", erklärte ein Ministeriumsvertreter. Die iPad-Sendestärke verhindere eine Zulassung in Israel.
Apple hat sich noch nicht zu der Angelegenheit geäußert.

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