Sorge um die Umwelt kennt keine Ländergrenzen

Muelltrennung

Image by lang.heinz via Flickr

Stuttgart (ots) – Umweltschutz hat hohen Stellenwert für alle Europäer – Deutsche setzen noch stärker als ihre europäischen Nachbarn auf Mülltrennung und Vermeidung umweltschädlicher Produkte – größte Verbraucherstudie Europas

Die Menschen in Europa sind besorgt über den Zustand der Umwelt. Zu diesem Schluss kommt eine 16 Länder umfassende Studie, die das Magazin Reader’s Digest durchgeführt hat. In Deutschland liegt der Grad der Sorge sogar leicht über dem europäischen Durchschnitt. Mülltrennung, Energiesparmaßnahmen und die Vermeidung umweltschädlicher Produkte haben in Deutschland daher einen deutlich größeren Stellenwert als in den meisten anderen Ländern, so Europas größte Verbraucherstudie "Reader’s Digest European Trusted Brands 2010".

82 Prozent der über 32.000 befragten Menschen in Europa stimmten der Aussage zu, dass sie sich um die Ökologie sorgen. In Deutschland, wo rund 9.000 Menschen befragt wurden, waren es sogar 84 Prozent. Entsprechend hoch ist daher auch die Motivation, selbst etwas für eine bessere Umwelt zu tun.

94 Prozent der befragten Deutschen bekannten, dass in ihrem Haushalt der Müll getrennt werde, während sich europaweit nur 82 Prozent dieser Aussage anschlossen. 91 Prozent der Deutschen teilten auch die Aussage, dass sie in ihrem Haushalt energiesparende Maßnahmen ergreifen – auch hier ein Wert, der über dem europäischen Durchschnitt (87 Prozent) liegt. Beim Energiesparen haben sich die Ungarn (93 Prozent) am stärksten in die Bresche geworfen, während Russen und Schweden am wenigsten davon überzeugt sind, maßvoller mit Strom und Wärme umzugehen.

Am deutlichsten heben sich die Deutschen von ihren europäischen Nachbarn bei der Frage ab, ob sie aktiv versuchen, umweltschädliche Produkte zu vermeiden: Hier stimmten 86 Prozent der Befragten in Deutschland, aber nur 70 Prozent der Befragten in Europa zu. Auch Österreichern und Schweizern scheint es ernst zu sein, mit ihrem Kaufverhalten ein Zeichen für die Umwelt zu setzen. Dagegen denken Engländer, Niederländer, Finnen und Schweden beim Einkaufen deutlich weniger an die Umwelt.

Die Ergebnisse belegen den hohen Stellenwert, den der Umweltschutz zumindest in Deutschland besitzt. So sagen 77 Prozent der Deutschen, dass sie ihr Verhalten schon deutlich in Richtung mehr Umweltschutz geändert haben, indem sie z. B. lokale Produkte kaufen, auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen sind oder auf eine Flugreise verzichtet haben. Dass die Leute sich heute zu viele Sorgen um die Umwelt machen, glaubt nur noch ein Drittel der Menschen (34 Prozent in Deutschland und 35 Prozent in Europa).

Auch bei ihrem liebsten Kind, dem Auto, zeigen die Deutschen ökologisches Gewissen: Für 73 Prozent ist Umweltfreundlichkeit der wichtigste Aspekt beim Autokauf.

Umweltsiegel wie der Blaue Engel oder Bio-Siegel genießen in Deutschland allerdings weniger Vertrauen wie im europäischen Durchschnitt. 59 Prozent der Deutschen schauen gezielt nach Produkten, die erklärtermaßen umweltfreundlich sind, während es in Europa immerhin 62 Prozent sind.

Die Anstrengungen großer Unternehmen für den Umweltschutz schlagen sich bisher bei den Menschen nur mäßig nieder. So ist nur 31 Prozent der Deutschen bewusst, dass einige große Unternehmen aktiv versuchen, die Umwelt zu verbessern. Hier wird also aus Sicht der Deutschen zu wenig getan – oder die Anstrengungen sind noch zu wenig publik.

Einstellung zum Umweltschutz [In % der Wert für "stimme sehr zu" sowie "stimme weitgehend zu bzw. ziemlich" Basis: 32.163 Befragte in 16 europäischen Ländern, davon 7.919 Befragte in Deutschland]

Frage bzw. Aussage                        Deutschland              Europa

1. In unserem Haushalt
    wird der Müll getrennt                 94 %                      82 %
2. Wir ergreifen energiesparende
    Maßnahmen in unserem Haushalt      91 %                      87 %
3. Ich versuche aktiv,
    umweltschädliche Produkte
    zu vermeiden                                 86 %                      70 %
4. Wir sind besorgt über den
    Zustand unserer Umwelt.                84 %                      82 %
5. Ich habe mein Verhalten schon
    deutlich in Richtung mehr
    Umweltschutz geändert (weniger
    Flüge, mehr öffentliche
    Verkehrsmittel, Kauf lokaler
    Produkte u. ä.)                            77 %                      73 %
6. Umweltfreundlichkeit ist
    der wichtigste Aspekt,
    wenn ich mir ein Auto kaufe         73 %                      65 %
7. Ich bin bereit, für
    umweltfreundliche Produkte
    mehr zu bezahlen                          59 %                      63 %
7. Ich schaue gezielt nach
    Produkten, die umweltfreundlich
    sind (Blauer Engel,
    Bio-Siegel u. ä.)                         59 %                      62 %
8. Die Leute machen sich
    heute aus meiner Sicht zu
    viele Sorgen um die Umwelt          34 %                      35 %
9. Große Unternehmen versuchen
    aktiv, die Umwelt zu verbessern  31 %                      34 %

Über die Studie Mit der Studie "Reader’s Digest European Trusted Brands 2010" hat das Magazin Reader’s Digest zum zehnten Mal die vertrauenswürdigsten Berufe, Institutionen und Marken in 16  Ländern Europas ermittelt. Erstmals wurde auch die Einstellung zum Umweltschutz erhoben. Mehr als 32.000 Leser beteiligten sich von September bis Oktober vergangenen Jahres an der Umfrage der meistgelesenen Zeitschrift der Welt, davon rund 9.000 allein in Deutschland. Die gewichtete Datenbasis der repräsentativen Studie umfasst 32.163 Befragte in Europa, davon 7.919 in Deutschland. Damit ist die jährlich durchgeführte Studie "Reader’s Digest European Trusted Brands 2010" die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung. Die Ergebnisse finden weit über Fachkreise hinaus Beachtung.

Mehr als 270.000 Menschen – davon 60.000 Verbraucher in Deutschland – haben seit 2001 an der Studie teilgenommen, sich zu den aus ihrer Sicht vertrauenswürdigsten Berufen, Institutionen und Marken bekannt, sie aber auch kritisch bewertet.

Die Ergebnisse der vertrauenswürdigsten Marken wurden bereits veröffentlicht. In den 33 erhobenen Produktkategorien von A wie Automobile bis Z wie Zahnpasta/Mundpflege setzten sich in Deutschland vor allem Markenklassiker erneut an die Spitze. Hier die Marken für 33 Produktkategorien im Überblick, die von den Deutschen als die aus ihrer Sicht vertrauenswürdigsten genannt wurden: Abtei, Aldi, Allianz, Aral, Asbach, Aspirin, C&A, Canon, Coca-Cola, Frosch, Fujitsu Siemens, Haribo, Kellogg’s, Maggi, Miele, Müllermilch, Nivea, Nokia, Odol, Persil, Rieker, Rotkäppchen Sekt, Schwarzkopf, Sparkasse, TUI, T-Online, Tchibo, Visa, Vodafone, Volkswagen, Wick, Yves Rocher (2x).

Reader’s Digest wird die vertrauenswürdigsten Marken Deutschlands, die in Europas größter Verbraucherstudie ermittelt wurden, am 3. September 2010 in Düsseldorf mit dem Pegasus Award für höchstes Konsumentenvertrauen auszeichnen.

Wegen der großen Bedeutung des Umweltschutzes für die Verbraucher hat "Reader’s Digest European Trusted Brands 2010" in ausgewählten Produktkategorien auch die Marken ermittelt, die den besten Ruf für ihr ökologisches Engagement genießen: – Automobile: Toyota – Banken: Sparkasse – Benzin: Aral – Fast Food: McDonalds – Fluglinien: Lufthansa – Handelsunternehmen: Edeka – Haushaltsbatterien: Varta – Haushalts-/Küchengeräte: Miele – Haushaltsreiniger: Frosch – Waschmittel: Persil

Die Juni-Ausgabe von Reader’s Digest wird anlässlich des Welt-Umwelttags am 5. Juni mit dem Schwerpunktthema Umweltschutz erscheinen.

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