Dittmar: Strategiepapier der Jungen Union ist skandalös

Emblem of the Social Democratic Party of Germa...

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Die Junge Union im baden-württembergischen Kreis Göppingen hat sich in einem Strategiepapier, das nach eigenen Aussagen mehrheitsfähig innerhalb der JU ist, für eine Rückkehr zur konservativen, rechten Politik der CDU ausgesprochen. In dem Papier spricht sich die JU gegen die Anerkennung der Lebenspartnerschaft aus und fällt damit der eigenen Parteiorganisation, der Lesben und Schwulen in der Union (LSU, in den Rücken. Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD Ansgar Dittmar:

Das Papier der JU ist ein Skandal. Die CDU blockiert schon seit langem weitere Verbesserungen in der Politik für Lesben und Schwule – Fortschritte konnten nur gegen den Widerstand der Union erreicht werden. Alle Fortschritte, die unser Land – nicht nur aus schwul-lesbischer Sicht – in den letzten Jahren erreicht hat, werden nun in Frage gestellt oder ganz und gar verurteilt. Dass dies von jungen Christdemokratinnen und Christdemokraten kommt, ist umso schockierender.

Die Schwusos haben auf ihrem Bundeskoordinierungstreffen vergangenes Wochenende beschlossen, für die Öffnung der Ehe zu kämpfen. Da erscheint es wie eine Rückkehr in die Steinzeit, wenn nun die JU fordert, die Lebenspartnerschaften wieder abzuschaffen. Das kann und darf nicht sein! Die CDU und daher auch die JU nimmt für sich in Anspruch, eine Volkspartei zu sein. Zu unserem Volk gehören aber auch Lesben und Schwule. Das schien ansatzweise von den Konservativen verstanden worden zu sein. Daher ist es umso unverständlicher, dass es nun zu einer solchen Positionierung kommt.

Wir verlangen von der JU auf Landes- und Bundesebene, aber auch von der Mutterpartei eine klare Stellungnahme. Mutterpartei und Jugendorganisation müssen sich deutlich von den Positionen des JU-Kreisverbandes distanzieren. Alles andere wäre skandalös und nicht tragbar!

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