Uni Tel Aviv: Antisemitismus weltweit stark angestiegen

Mächtig stinkig

Image by mkorsakov via Flickr

Tel Aviv – Die Zahl antisemitischer Übergriffe hat sich im letzten Jahr weltweit mehr als verdoppelt. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Universität von Tel Aviv am Sonntag veröffentlichte. Insgesamt zählt die Universität Tel Aviv 1129 antisemitische Gewalttaten, von Vandalismus und Brandanschlägen bis hin zum Zusammenschlagen von Juden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Studie vor über 20 Jahren.

Zu den Gewaltakten kämen Hunderte von Drohungen, Beleidigungen, feindliche Graffiti-Aufschriften und Spruchbänder bei Demonstrationen hinzu. Man gehe von einer noch höheren Dunkelziffer aus. Insgesamt sei es das schlimmste Jahr antisemitischer Gewalt seit Beginn der Beobachtung solcher Übergriffe vor zwei Jahrzehnten.

Besonders stark ist der Anstieg in einigen europäischen Ländern, insbesondere in Großbritannien und Frankreich. In Deutschland sei die Zahl der Straftaten deutlich rückläufig. Allgemein sei die Verunsicherung in den jüdischen Gemeinden in Deutschland jedoch gestiegen, wie eine der Mitarbeiterinnen der Studie sagte. Die Delegitimierung des Staates Israel sei inzwischen salonfähig geworden. "Es ist das Gefühl der Unsicherheit, es ist unangenehm, wenn man es wagt, für Israel auch nur Partei zu nehmen."

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