Ruhrbarone veröffentlichen Print-Magazin

rb_cover_1 Die Ruhrbarone, das führende politische Online-Portal im Ruhrgebiet, haben für nächsten Donnerstag die Veröffentlichung eines Print-Magazins angekündigt. Es wird im ausgewählten Zeitschriftenhandel erhältlich, aber auch online über den Klartext-Verlag und über Amazon zu beziehen sein. Dass ausgerechnet Pioniere des Bloggens das Papier wiederentdecken, mag zunächst überraschen.

Magazin am Ende der Gutenberg-Galaxis“ nennen Stefan Laurin und David Schraven, die „Macher“ der Ruhrbarone, ihr Print-Projekt nicht ganz ohne Selbstironie. Jedoch bietet das erste Heft keinerlei Enthüllung über etwaige Sternenkriegspläne des deutschen Verteidigungsministers. Denn Karl-Theodor heißt zu Guttenberg und schreibt sich mit zwei “t“. Angespielt wird vielmehr auf einen gewissen Johannes Gensfleisch, der aus ohne weiteres nachvollziehbaren Gründen vorzog, sich Gutenberg zu nennen.
Da dieser Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks und der Druckerpresse gilt, verorten die Cyberspace-Journalisten ihr jetzt in Druck befindliches Heft in der „Gutenberg-Galaxis“. Könnte ich mir jedenfalls so vorstellen. Es umfasst 120 Seiten, ist weitgehend werbefrei und kostet 8,95 Euro.

Aber warum in aller Welt ein gedrucktes Heft? Laurin und Schraven sagen so:
Warum ein Magazin? Die Gründe sind ganz einfach: Es gibt Geschichten, die muss man auf Papier lesen. Nicht die kurzen, schnellen Meldungen, sondern die lange Stücke, wie die Texte der Wattenscheider Schule. Oder große Bildstrecken. All das gehört gedruckt. Und so etwas wollen wir lesen.“
Bleibt dennoch zu fragen, warum die Ruhrbarone selbst so ein Projekt anfassen.
”Weil kein anderer im Ruhrgebiet ein Magazin herausgibt, wie wir uns das vorstellen, haben wir es selbst gemacht. Das ist ein Wagnis.”

Und was steht drin, im ersten Ruhrbarone-Magazin?
”Inhaltlich bietet es alles, was die Ruhrbarone ausmacht: Investigative Reportagen, Interviews, aber auch schräge und ungewöhnliche Geschichten: zum Beispiel überraschende Hintergründe zur Linkspartei. Etwas zu Bodo Hombachs Sicht auf die Ruhrstadt. Oder die kostspielige Suche nach der Liebe des Lebens. Natürlich ist auch Jamiri dabei: er wünscht sich eine neue Facebook-Funktion.”

Wer noch weitere Fragen hat, sieht sich einfach die Ankündigung bei den Ruhrbaronen selbst an und / oder kauft sich ab Donnerstag das Ruhrbarone-Magazin Nummer 1.

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