Ladenschlussgesetz in Sachsen: Dresdner Bischof Reinelt warnt vor Kommerzialisierung des Sonntags

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Leipzig (ots) – Der katholische Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, warnt vor einer weiteren Aufweichung der Sonntagsruhe bei der geplanten Neufassung des sächsischen Ladenschlussgesetzes. „Wir dürfen den Schutz der Sonntagsruhe nicht durch weitere Neuregelungen aufweichen. Der hektische Mensch braucht Ruhe und Besinnung. Lassen wir die Verkäuferinnen am Sonntag bei Ihren Familien. Darum werbe ich dringend, keinen weiteren Sonntag dem Kommerz zu opfern“, sagte Reinelt der „Leipziger Volkszeitung“ (Sonnabend-Ausgabe). Der Dresdner Bischof schloss sich damit der Kritik des evangelischen Landesbischofs Jochen Bohl an, der bereits die weitere Kommerzialisierung der Sonn- und Feiertage in Sachsen als fatale Entwicklung verurteilt hatte.

    Reinelt mahnte zudem, besonders die Ladenschlussregelung im Advent eng zu fassen. „Gerade der Advent hat als Zeit der Ruhe und Besinnung einen besonderen Stellenwert. Ein Wert, der sich vielleicht nicht in Euro und Cent messen lässt. Aber wer versucht, sonntags geöffnete Läden als Zeitvertreib oder Touristenattraktion zu verramschen, wirft mit dem Sonntagsschutz einen kostbaren Schatz weg, der nicht nur für Christen, sondern für alle Menschen ein Gewinn ist.“

    Die sächsische Union ermahnte Reinelt, den besonderen Stellenwert des Sonntags nicht zu vergessen. „Wenn die Öffnungszeiten der Läden an Sonntagen immer weiter ausgedehnt werden, ist das schon ein großes Ärgernis. Gerade in einem solchen Punkt sollte eine Partei wie die CDU ihre christlichen Wurzeln nicht vergessen“, so der Dresdner Bischof.

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