stern-Politikerranking: Deutsche haben zu Westerwelle das geringste Vertrauen

DUESSELDORF, GERMANY - SEPTEMBER 06: German C...

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Hamburg (ots) – Außenminister Guido Westerwelle hat in der Bevölkerung dramatisch an Vertrauen verloren. Im Politikerranking des Hamburger Magazins stern büßte er im Vergleich zur Umfrage Ende Dezember 2009 gleich acht Vertrauenspunkte ein. Mit 34 Punkten ist Westerwelle im stern-Ranking der wichtigsten Politiker damit das Schlusslicht. Der FDP-Chef rangiert nunmehr hinter Linken-Fraktionschef Gregor Gysi, der 35 Punkte erhielt. Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern, er könne sich nicht daran erinnern, dass je ein deutscher Außenminister derart schlecht beurteilt wurde.

Auch die anderen FDP-Minister schnitten nicht gut ab: Wirtschaftsminister Rainer Brüderle kam auf lediglich 36 Punkte (-1), Gesundheitsminister Philipp Rösler auf 42 Punkte.

Das größte Vertrauen bringen die Deutschen nach wie vor Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen. Die 55-Jährige, die an diesem Samstag zehn Jahre CDU-Chefin ist, führt mit 62 Punkten (-1) weiter die Rangliste an. Auf dem zweiten Platz folgt ihr mit 57 Punkten Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Im Vergleich zur Umfrage vor drei Monaten musste er jedoch gleich fünf Punkte abgeben und war damit nach Westerwelle größter Verlierer. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verteidigt mit 53 Punkten (+1) ihren dritten Platz vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der wie Finanzminister Wolfgang Schäuble 51 Punkte erhielt (beide +1). Im Mittelfeld liegen SPD-Chef Sigmar Gabriel (46 Punkte, +1), der deutlich zulegende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer (45 Punkte, +3) und Grünen-Fraktionschefin Renate Künast (44 Punkte, +2).

Im Politikerranking konnten die Bürger auf einer Skala von 1 (für "kein Vertrauen") bis 100 (für "sehr hohes Vertrauen") ihr Vertrauen zu zwölf ausgewählten Politikern angeben.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte für den stern zwischen dem 26. und 31. März 1000 repräsentativ ausgesuchte  Bundesbürger. Die statistische  Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

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