Vatikan weist Vorwürfe zurück

Derivative Work. Cardinal Joseph Ratzinger (Po...

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Rom/New York. Der Vatikan hat sich dezidiert von Parallelen zwischen antiklerikalen Angriffen wegen des Missbrauchskandals und dem Antisemitismus distanziert. Vatikansprecher Pater Federico Lombardi bedauerte gegenüber der "New York Times" (NYT) (Samstag) die durch den päpstlichen Hausprediger Pater Raniero Cantalamessa ausgelöste Kontroverse. Gleichzeitig spricht der Vatikan von einer "Diffamierungskampagne" und einer "plumpen Kampagne" gegen den Papst.

Mit scharfen Worten hat der Vatikan die Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche zurückgewiesen. Die offizielle Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" titelt in ihrer Ostersonntag-Ausgabe: "Plumpe Kampagne gegen den Papst und die Katholiken". Die Zeitung spricht von "verleumderischen Angriffen" und einer "Diffamierungskampagne", die um die Missbrauchsfälle konstruiert werde. Das Sprachrohr des Vatikans verweist zudem auf zahlreiche Solidaritätsschreiben, die den Papst von Bischöfen aus aller Welt erreichten.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland bezeichnete die Aussagen als "Frechheit". "Es ist widerwärtig und obszön und vor allem beleidigend gegenüber den Missbrauchsopfern und auch den Opfern der Shoah", sagte Generalsekretär Stephan Kramer. Cantalamessa mache sich die Worte zu eigen und müsse dazu stehen. Es handle sich um ein übliches Ablenkungsmanöver des Vatikans. Aus den Tätern sollten Opfer gemacht werden, kritisierte Kramer und fügte hinzu: "Ich habe bisher weder den Petersdom brennen sehen noch Gewaltausbrüche gegen katholische Priester."

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