NPD-Kundgebung Duisburg: Wenig Nazis – Linke Gewalt

Duisburg – Das Kräftegewicht war ungleich verteilt: Auf der einen Seite ein Häuflein von ca. 25 NPD-Anhängern, auf der anderen Seite die Gegendemonstration mit ca. 600 Demonstranten. Im Gegensatz zur NPD waren diese nicht immer friedlich.

Mit knapp einer Stunde Verspätung begann die NPD-Kundgebung am Duisburger HBF, während die Gegendemonstranten um 12:00 Uhr die Kundgebung begannen. Die massive Polizeipräsenz zeigte Wirkung: Es blieb weitgehend friedlich – Zugreisende konnten ungehindert den Bahnhof betreten oder verlassen, obwohl der Bahnhof schon um 09:00 Uhr komplett abgeriegelt war. Lobenswert: Die problemlose Zusammenarbeit der Polizei mit der Presse und den mündigen Bürgern und Bloggern hinsichtlich des Photographierens. Das Karree für die NPD-Demonstranten nahm deutlich weniger Fläche ein als die Gegendemonstration – die ersten eintreffenden Demonstranten fühlten sich wohl etwas verloren. „Ich bin zwar nicht der Versammlungsleiter, erkläre aber die Demo für aufgelöst angesichts der fünf Leute hier,“ so ein NPD-Anhänger zur Polizei.

Angesichts der später eintreffenden NPD-Anhänger war dies jedoch eine voreilige Aussage. An die 25 NPD-Anhänger fanden sich schließlich zusammen. Ein Transparent mit einem Dank an die Schweiz wegen des Minarettbau-Verbots wurde an die Autobahn gehängt, mehrere Plakate verkündeten die rechten Parolen. Auf der anderen Seite waren Parolen wie „Streicht Nazis von den Listen, man würd sie nicht vermissen“ zu hören. Stellenweise versuchten beide Parteien sich im Lautpegel zu überbieten, ein Spiel, dass die NPD-Anhänger verloren. Ebenso gelang es nicht die Bevölkerung direkt anzusprechen – wenn die NPD für sich beansprucht das auszusprechen, was andere nur denken dann waren wohl diejenigen, die genauso dachen schon im Karree versammelt. Es blieb weitgehend friedlich, da die Demonstranten konsquent getrennt worden waren.

Zu Beginn der Veranstaltung waren schon drei Festnahmen bei den Demonstranten der Gegenseite gemeldet worden. Im Nachgang gab es noch im Bereich des Kant-Parks Rangeleien: Dort wurde ein ausländischer Mitbürger mit Gewalt auf den Boden gepresst.  Nachdem der Notarzt verständigt war, eskalierte die Situation. Ein Trupp Ausländer griff ohne Vorwarnung die Einsatzkräfte an. Diesen gelang es die Provokateure schnell zu fassen und auf den Boden zu werfen.

Linke Ausländer nutzten die Gelegenheit um die knieenden Polizisten mit Tritten anzugreifen. Die Eskalation war bereits auf der Mercatorstraße gegenüber dem HBF entstanden als unvermittelt ein türkischer Linker einen Polizisten angegriffen hatte. Die Situation konnte aber durch die herbei geeeilten Einsatzkräfte recht schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der Schuldige flüchtete daraufhin zusammen mit mehreren anderen Linken in eine Seitenstrasse Richtung Kant-Park, wo er aber schnell von der Polizei gestellt werden konnte.

Schade, dass hier wieder die Linke das Gewalt-Klischee bedient haben. Wir hoffen, dass morgen alle Demonstranten friedlich bleiben.

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