Studie des Umweltbundesamtes zu Spritpreisen gibt Köhler recht

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Hamburg (ots) – Höhere Spritpreise reduzieren den Schadstoff-Ausstoß und nutzen der Umwelt. Das geht aus einer neuen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervor, aus der stern.de zitiert, die Online-Ausgabe des Hamburger Magazins stern. "Unsere Studien zeigen: Höhere Benzinpreise senken den Kraftstoffverbrauch", sagte demnach UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Damit bestätigen die Umweltexperten die umstrittenen Aussagen von Bundespräsident Horst Köhler, der in einem Interview steigende Benzinpreise angeregt hatte. So könne die Wirtschaft in Deutschland umweltgerechter gestaltet werden.

Die Studie des Umweltbundesamtes zeigt laut stern.de, dass höhere Spritpreise durchaus eine Lenkungsfunktion besitzen. "Seit der Erhöhung der Energiesteuer kehrte sich der Trend zu kontinuierlich steigendem Kraftstoffverbrauch in Deutschland um. Der Kraftstoffverbrauch im Straßenverkehr sank zwischen 1999 und 2005 um 0,7 Millionen Tonnen", heißt es. Das Umweltbundesamt ist so überzeugt von der Ökosteuer, dass es eine noch weitergehende Verteuerung vorschlägt: Würde die Mineralölsteuer auf Benzin von derzeit 65 Cent pro Liter bis zum Jahre 2020 auf rund 95 Cent steigen,  könnte man dadurch die im Straßenverkehr erzeugten CO2-Emissionen um 6,3 Prozent senken. Erhöhe man die Steuern um weitere 30 Cent bis 2030, betrage die Minderung etwa 12,5 Prozent. Das entspräche 17,9 Millionen Tonnen CO2. Als Vergleichsmaßstab rechneten die Forscher mit einem Szenario, bei dem die Spritsteuern nicht erhöht würden. Als Ausgangsniveau der Kraftstoffpreise gingen die Autoren der Studie von rund 1,20 Euro pro Liter Kraftstoff aus.

Ein solches Anziehen der Preisschraube erfordert laut Studie allerdings, dass in den meisten Nachbarländern Deutschlands Energiesteuererhöhungen in ähnlichem Umfang in den meisten Nachbarländern Deutschlands stattfänden, um Tanktourismus zu vermeiden.

Politiker von CDU, CSU, FDP und SPD hatten Köhlers Idee einer Preiserhöhung durch eine höhere Mineralöl- oder Ökosteuer unisono abgelehnt, darunter auch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

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