Sören Link: Turbo-Abitur muss dringend reformiert werden!

soerenlink Schüler dürfen nicht Versuchskaninchen schwarz-gelber Schulpolitik sein

"Das schwarz-gelbe Turboabitur erzeugt unangemessenen Lerndruck, verhindert Durchlässigkeit und überfordert die Schulen bei der Umsetzung," zu dieser Einschätzung kommt der Duisburger SPD Landtagsabgeordnete Sören Link und befindet sich mit dieser Kritik in guter Gesellschaft fast aller am Schulleben beteiligter Gruppen. Deshalb fordert der Parlamentarier:

"Die falsche Politik der Regierung Rüttgers muss umgehend korrigiert werden – dieses Turbo-Abitur muss weg. Den Schülerinnen und Schülern muss der Weg zum Abitur nach zwölf, aber auch nach 13 Schuljahren offen gehalten werden. Das generelle Abitur nach zwölf Schuljahren an den nordrhein-westfälischen Gymnasien lehnen wir Sozialdemokraten deshalb ab!"

Sören Link unterstützt damit die Kritik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der ‚Bürgerinitiative familiengerechte Schule und Bildung‘ an der Schulpolitik der CDU/FDP-Koalition. "Die Gymnasien müssen in Absprache mit den Eltern und den Schulträgern die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, ob sie das Abitur nach zwölf oder nach dreizehn Jahren anbieten wollen und können. Hierfür muss das Land die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Vor allem die Schülerinnen und Schüler in den Klassen fünf bis sieben müssen wieder von dem, durch die dilettantische Umsetzung des Turboabiturs entstandenen, Leistungs- und Zeitdruck befreit werden. Auch Kinder haben ein Recht auf Freizeit", stellt Sören Link fest.

Auch hinsichtlich der ausgehebelten Durchlässigkeit sieht der SPD Abgeordnete Überarbeitungsbedarf:

"Die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit muss am Ende der Sekundarstufe I und in der Oberstufe vorgenommen werden. Durch die Verdichtung des Unterrichts in den Klassen fünf bis sieben haben CDU und FDP das Gymnasium bewusst von den anderen Schulformen abgekoppelt. Der Beginn der Oberstufe in Klasse 10 bedeutet, dass ein reibungsloser Übergang von der Haupt-, Real- bzw. Gesamtschule zum Gymnasium nicht mehr möglich ist. Da alle anderen Schulformen auf eine Laufzeit von Klasse 5 bis 10 konzipiert sind, wird ein Aufstieg bewusst erschwert. Wir brauchen aber mehr Durchlässigkeit statt schwarz-gelber Auslese. Alle Kinder müssen alle Chancen haben", so Sören Link abschließend.

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