Wowereit: Es gibt viel zu tun für Kinder

Mayor Klaus Wowereit in an interview in front ...

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Zur Untersuchung des Statistischen Bundesamtes, dass Kinder mit Migrationshintergrund seltener Kindertagesbetreuung in Anspruch nehmen, erklärt der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende, Berlins Regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit:

Die Untersuchung des Statistischen Bundesamtes ist alarmierend. Sie besagt, dass 14 Prozent weniger Kinder mit Migrationshintergrund in Kitas gehen als Kinder ohne Migrationshintergrund. Bei Kindern unter drei Jahren sind es sogar nur halb so viele.

Die Folgen sind dramatisch. Alle wissen doch, dass gerade Kinder mit Migrationshintergrund auf eine frühe und gute Kinderbetreuung angewiesen sind. Wir müssen so früh wie möglich ansetzen – mit frühkindlicher Bildung und Ganztagsschulen. Nur so können wir herkunftsbedingte Benachteiligung ausgleichen und Chancengerechtigkeit herstellen.

Schon lange ist klar, wie wir diesem Trend entgegensteuern können: mit Gebührenfreiheit bei der Kinderbetreuung und der zügigen Umsetzung des Rechtsanspruches.

Mit der geplanten Einführung des Betreuungsgeldes geht die Bundesregierung aber in die komplett falsche Richtung. Sie fördert, dass Kinder zu Hause bleiben. Das geht vor allem zu Lasten der Kinder mit Migrationshintergrund.

Union und FDP müssen den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab Eins umsetzen. Statt unsinnige Steuergeschenke abzunicken, sollten sie sich für ein stärkeres Engagement des Bundes bei der Kinderbetreuung einsetzen. Auch ein Konzept für die 40.000 fehlenden Erzieherinnen und Erzieher muss schnell auf den Tisch. Es gibt viel zu tun für Kinder. Die Bundesregierung muss endlich die richtigen Weichen stellen, damit kein Kind verloren geht.

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