Eva-Maria Stange fordert Priorität für Lehre

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Zu der heutigen Tagung von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildungspolitik der SPD, Dr. Eva-Maria Stange:

Es ist gut, dass Hochschulen und Kultusminister endlich Studierende und Lehrende einbeziehen, um über Korrekturen am Bologna-Prozess zu beraten. Die Reform der Reform wird nur gelingen, wenn in allen Bundesländern und an allen Hochschulen eine kritische Evaluation der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen stattfindet. Beschönigungen sind fehl am Platze. Jetzt sind alle gefordert, sich ehrlich auf den Weg zu machen.

Zur Ehrlichkeit gehört auch, sich endlich einzugestehen, dass für eine gelingende Umsetzung der Bologna-Reformen mehr Personal gebraucht wird. Der Wissenschaftsrat hat – unter Zustimmung der Wissenschaftsminister – den Bedarf in einer eher vorsichtigen Prognose mit 1,1 Milliarden Euro jährlich beziffert. Das ist das absolute Minimum!

Frau Schavan muss jetzt aufhören, sich in abstrakten Ankündigungen zu ergehen. Die Hochschulen brauchen kein Gerede über einen „Qualitätspakt Lehre“, sondern verbindliche Zusagen über zusätzliche Mittel zur dauerhaften Verbesserung der Lehre. Gute Lehre an allen Hochschulen muss Priorität haben.

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