Zu den Vorwürfen von Franz Müntefering: Stellungnahme der BUNTE-Chefredaktion

franz müntefering

Image Noebse via Wikipedia

München (ots) – Zu den Anwürfen von Franz Müntefering nimmt die BUNTE-Chefredaktion wie folgt Stellung:

Es gibt bereits seit vielen Jahren einen Ehrenkodex, der vom Deutschen Presserat erarbeitet wurde. Das müsste auch Franz Müntefering bekannt sein. Selbstverständlich hält sich BUNTE an diesen Ehrenkodex des Deutschen Presserats.

Spitzenpolitiker wie Franz Müntefering haben Vorbildfunktion. Ihr Privatleben ist daher für die Öffentlichkeit von Bedeutung, weil sie Leitfiguren unseres Wertesystems sind. Ihr privates Verhalten hat daher Auswirkungen auf die Moral der Gesellschaft und damit unter Umständen auch auf politische Entscheidungsprozesse.

Die Zeitschrift BUNTE hat der Berliner Presseagentur CMK den Auftrag erteilt, einer Information nachzugehen, nach der eine entscheidende Veränderung im Leben des damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering eingetreten sei. Parallel dazu haben auch BUNTE-Redakteure zu dieser Information recherchiert. Investigativer Journalismus ist selbstverständlicher Bestandteil der Pressefreiheit und wird auch von allen nationalen und internationalen Publikationen betrieben.

BUNTE arbeitet seit vielen Jahren mit CMK zusammen und es gab keine Hinweise auf unseriöse Recherchemethoden.

Die CMK, namentlich Stefan Kiessling, hat der BUNTE-Chefredaktion versichert, dass die im Stern beschriebenen Recherchemethoden nicht angewendet wurden (siehe dazu auch Pressemitteilung der CMK).

Die BUNTE-Chefredaktion hält die Veröffentlichung vom Stern nicht für "couragiert", sondern für den Angriff auf einen erfolgreichen Mitbewerber, der zuletzt den Stern im Einzelverkauf am Kiosk überholt hat. (Quelle: IVW II/III/IV 2009)

One thought on “Zu den Vorwürfen von Franz Müntefering: Stellungnahme der BUNTE-Chefredaktion

  1. Also das spannende an dieser ganzen Geschichte ist nun doch, dass sie sich mehr und mehr zu einer Luftblase entwickelte.

    Nun hat der Presserat das Beschwerdeverfahren gegen die Bunte eingestellt, nachdem die Vorwürfe angeblich nicht aufklärbar waren. Die Sueddeutsche schrieb am 28.05. dass der Stern sich bei seiner Stellungnahme auch auf den Quellenschutz berufen hat, der es nicht erlaube, die Vorwürfe en détail zu erläutern.

    Das verwundert einen nun schon, dass gerade der Stern gegenüber dem Presserat seine Position in der Geschichte nicht näher erläutern wollte. Der Presserat gab seine Entscheidung in einer Pressemitteilung bekannt. Die Presseagentur CMK nahm ebenfalls Stellung.