Foodwatch-Chef Bode verschärft Kritik an Lidl

BERLIN - DECEMBER 29: A man walks past a branc...

Image by Getty Images via Daylife

Hamburg (ots) – Im Fall des mit Listerien verseuchten Käses hat Thilo Bode, Gründer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, seine Kritik an Lidl und den zuständigen deutschen Behörden verschärft. "Die Verantwortlichen haben viel zu zögerlich reagiert", sagte Bode im Interview mit stern.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins Stern. "Nach den ersten Meldungen aus Österreich hätten Lidl und die Behörden Himmel und Hölle in Bewegung setzen müssen, um die Verbraucher eindringlich zu warnen." Das sei viel zu spät geschehen. Es habe drei Wochen bis zu einer unmissverständlichen Warnung in Deutschland gedauert, nachdem die österreichischen Todesfälle bereits im Europäischen Behörden-Schnellwarnsystem gemeldet waren. "Aus unserer Sicht haben die Beamten schlichtweg geschlafen", sagte Bode stern.de.

Sechs Menschen sind in Österreich und Deutschland nach dem Verzehr des mit Listerien verseuchten Käses gestorben. Auch der Discounter Lidl verkaufte zwei Käsesorten des österreichischen Herstellers. In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass in Deutschland weitere Menschen nach dem Verzehr des Käses erkrankt sind.

Der Foodwatch-Chef glaubt, dass erkrankte Verbraucher erfolgreich gegen Lidl oder den Hersteller klagen könnten. "Ursache und Wirkung sind in diesem Fall klar belegbar", weil es sich bei den Käse-Listerien um einen neuartigen Bakterienstamm handele, sagte Bode zu stern.de. Lidl und die Behörden hätten viel schneller reagieren müssen, weil der Käse wegen der Vermehrung der Listerien von Tag zu Tag gefährlicher geworden sei.

Reblog this post [with Zemanta]

Comments are closed.