Bisky kritisiert Umgang in der Linken mit Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch

Lothar Bisky, Chairman of the German political...

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Berlin (ots) – Der Linken-Vorsitzende Lothar Bisky hat heftige Kritik am parteiinternen Umgang mit Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch geübt. "Nach diesen Vorgängen habe ich einen Wutausbruch bekommen, wie ich ihn alle fünf Jahre einmal habe", sagte Bisky im Interview mit dem Tagesspiegel (Mittwoch-Ausgabe). Bartsch als Feind der Linken hinzustellen, sei würdelos. "Er hat Verdienste um die Partei, daran lasse ich überhaupt nicht rütteln." Mit Fehlern müsse man "normal umgehen und sie nicht so aufplustern". Bisky sagte, man könne Bartsch nur dann öffentlich kritisieren, wenn er Gelegenheit habe, dazu Stellung zu nehmen. "Alles andere ist eine Rückkehr zum Stalinismus." Bisky beklagte, dass es in seiner Partei eine Kommunikation gebe, "die gelegentlich denunziatorisch ist".

Bisky empfahl seinen Nachfolgern als Parteivorsitzende, die Linke stärker zu öffnen. "Die Linke muss darüber nachdenken, mit wem sie ihre Vorschläge umsetzen will. Wir dürfen nicht warten, ob die SPD irgendwann auf uns zukommt. Wir müssen auch selbst gucken, wo Gemeinsamkeiten sind", sagte er. Mit 11,9 Prozent im Bundestag könne die Linke nicht die Richtung der deutschen Politik bestimmen.

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