Ermittlungen gegen VZ-Mitarbeiter eingestellt

Hamburg (ots) – Erleichterung bei Holtzbrinck: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Verfahren gegen vier Angestellte der VZ-Netzwerke eingestellt. Nach dem Selbstmord des 20-jährigen Mathias L. hatte dessen Verteidiger Ulrich Dost schwere Vorwürfe gegen das Management der Web-Company erhoben. Mitarbeiter hätten seinen Mandanten fälschlich der Erpressung bezichtigt und durch Einschaltung der Staatsanwaltschaft in den Tod getrieben. Die aufgrund von Dosts Strafanzeige geführten Ermittlungen wurden inzwischen eingestellt.

Gegenüber MEEDIA bestätigte nun die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin, dass in beiden Fällen die Ermittlungen eingestellt wurden, weil es "keinen hinreichenden Tatverdacht" gegeben habe. Hintergrund: Am 19. Oktober verhaftete die Berliner Polizei in den Büroräumen der VZ-Netzwerke einen 20-Jährigen aus Erlangen. Laut Haftbefehl soll der Angeklagte von der Webplattform eine Summe von 80.000 Euro gefordert haben. Andernfalls soll er die Weitergabe der von ihm illegal beschafften Daten nach Osteuropa angedroht haben. Zehn Tage nach seiner Verhaftung nahm sich Matthias L. in der Jugendstrafanstalt Plötzensee das Leben.

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