Bildungspolitik der Landesregierung gescheitert – Massive Fehlsteuerung von Steuergeldern aus ideologischen Gründen

soerenlink Seit gestern liegen die Zahlen für Duisburg auf dem Tisch. Nur 140 Kinder wurden an den 13 Hauptschulen angemeldet. Damit schaffen die Eltern nicht nur in Duisburg Fakten, was die Zukunft der Schulform Hauptschule angeht.

"Nur 140 Hauptschulanmeldungen – das ist eine klare Ansage", findet auch Sören Link, SPD Landtagsabgeordneter und Mitglied des Schulausschusses in NRW. "Wer heute noch die Zukunftsfähigkeit des dreigliedrigen Schulsystems verkündet, verschließt die Augen vor der Realität vor Ort", stellt der Abgeordnete in Richtung der CDU-geführten Landesregierung fest.

In Duisburg wurde zum Schuljahr 2010/ 2011 erstmals das Anmeldeverfahren an allen Schulformen im gleichen Zeitraum durchgeführt. Bislang waren die Anmeldetermine für die Gesamtschule vorgezogen. "Auf Drängen der CDU ist das Anmeldeverfahren für alle Schulformen auf zusammengelegt worden. So sollten die Anmeldzahlen für die Hauptschulen gestützt werden. Dieses Konzept ist bei 140 Erstmeldungen deutlich nach Hinten losgegangen", so Heiko Blumenthal, schulpolitischer Sprecher der SPD Ratsfraktion.

Für die Akzeptanz der Hauptschulen in der Bevölkerung habe die sog. "Ganztagsoffensive Hauptschule" der Landesregierung nichts gebracht. Das zeige das Anmeldeergebnis. Allein in Duisburg wurden durch die Bildungsholding 3,5 Millionen Euro in den Ganztagsausbau der Hauptschulen investiert. Die Eltern habe diese teure Stützungsmaßnahme offenbar nicht überzeugt. Obwohl die Lehrerinnen und Lehrer an den Hauptschulen eine gute Arbeit leisteten, seien alle Standorte weit entfernt von einer stabilen Zweizügigkeit, was die pädagogische Arbeit deutlich erschwere.

"Die Ganztagsoffensive Hauptschule von CDU und FDP ist gescheitert. Wir haben es hier mit nichts anderem, als einer ideologischen Fehlsteuerung von Steuergeldern durch die Landesregierung zu tun. Und die Zeche zahlen letztlich die Kommunen, die mit einem erheblichen Eigenanteil zur Kasse gebeten wurden", kritisiert Sören Link abschließend.  

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