Steuer-Rabatt für Hotel-Gewerbe Gewerkschaft NGG kritisiert Steuer-Rabatt für Hoteliers

Halle (ots) – Der Steuer-Rabatt für das Hotel-Gewerbe sorgt weiterhin für heftigen Unmut.  "Von der Steuer-Ersparnis in der Hotel-Branche haben bis jetzt weder die Gäste etwas noch das Personal."  sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe).  An der dürftigen Bezahlung der Beschäftigten habe sich praktisch nichts geändert, obwohl es zuvor Zusagen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) gegeben hatte, die Löhne anzuheben.

Möllenberg bezeichnete das Hotel-Personal als "Haupt-Leidtragende einer verfehlten Steuerpolitik". Zur Begründung sagte der NGG-Chef: "Beim Bezahlen der Hotel-Rechnungen hat das Personal immer wieder mit unzufriedenen Kunden zu tun. Das hängt mit dem bürokratischen Mehr-Aufwand zusammen. Während für die reine Übernachtung jetzt nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig sind, müssen für Frühstück und Getränke aus der Mini-Bar weiterhin 19 Prozent Mehrwertsteuer angesetzt werden." Möllenberg verwies darauf, dass in Kürze Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Gastgewerbes in Nordrhein-Westfalen anstehen: "Ich will nicht ausschließen, dass auch mal die Zimmermädchen in den Streik treten. Der Arbeitgeber-Seite müsste doch klar sein, dass gutes Personal auf Dauer nur über eine angemessene Bezahlung zu bekommen ist."

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