S-Bahn Berlin: GDBA fordert funktionierendes Werkstattkonzept

BERLIN - JANUARY 08: A train of Berlin's comm...

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Berlin (ots) – Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat vor dem S-Bahn-Gipfel in Berlin gefordert, dass in der Diskussion über die Zukunft des Unternehmens die Interessen der Beschäftigten nicht unter den Tisch fallen dürfen. "Bei allem Verständnis für den augenblicklichen Ärger sind es doch die Mitarbeiter, die in den zurückliegenden Wochen oft bis zur Erschöpfung gearbeitet haben, um den S-Bahn-Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten", machte der GDBA-Chef deutlich. Diese dürften nun nicht das Opfer politischer Ränkespiele werden.

Nach Auffassung der GDBA muss die S-Bahn Berlin weiterhin zum Konzern DB AG gehören. "Eine Zerschlagung – auch in Teilbereichen lehnen wir ab", so Hommel. Gleichzeitig forderte der GDBA-Chef die Deutsche Bahn auf, für eine ausreichende Kapitalausstattung der S-Bahn Berlin zu sorgen. Dazu gehöre auch ein funktionierendes Werkstattkonzept sowie genügend Fachpersonal.

"Personalabbau und Werkstattschließungen waren der falsche Weg", machte der GDBA-Chef deutlich. "Wir fordern verbesserte Arbeitsstrukturen sowie eine Aus- und Weiterbildungsoffensive. In diesen Fragen sollte die Unternehmensleitung mal auf die Mitarbeiter hören, die wissen nämlich, wie es geht", so Klaus-Dieter Hommel.

Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA mahnte in diesem Zusammenhang eine neue Unternehmenskultur bei der S-Bahn Berlin an. "Das Miteinander von Management und Belegschaft muss nachhaltig verbessert werden", machte er deutlich.

Kritik übte der GDBA-Chef aber auch an der Politik. Statt populistische Ränkespiele zu betreiben, sollten die politisch Verantwortlichen lieber darüber nachdenken, wie demotivierend die öffentlichen und wenig ziel führenden Diskussionen auf die immer noch engagierten Mitarbeiter, aber auch auf die Bevölkerung wirken. Statt täglich eine "neue Sau durch Berlin zu treiben", sei jetzt eine sachliche und konstruktive Diskussion nötig, so GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel.

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