Dirk Roßmann: Wir sprechen keine Preise ab

Bremen (ots) – Bremen. "Rossmann hat eine weiße Weste", sagte Dirk Roßmann, Inhaber der gleichnamigen Drogeriekette, im Gespräch mit dem Weser-Kurier (Montagausgabe). Das Unternehmen gehört zu den Handelsketten, die am 14. Januar wegen des Verdachts auf unzulässige Preisabsprachen vom Kartellamt durchsucht worden sind. Der Wettbewerb in Deutschland funktioniere, so Roßmann. "Wir feilschen mit der Industrie um jeden Cent und die Händler kämpfen auch untereinander um die niedrigsten Preise. Eigentlich müsste uns das Kartellamt jeden Tag dazu gratulieren, wie gut der Wettbewerb in Deutschland funktioniert." Die Industrie versuche zwar, die Händler zu Absprachen über Preiserhöhungen zu bewegen, Rossmann beteilige sich an solchen Absprachen aber nicht. "Wir sprechen keine Preise ab, und ich werde keinen Cent Strafe zahlen", so Roßmann. Wenn nötig, werde er sich wehren und vor Gericht gehen. Kritik übte Roßman am Preisdruck des Einzelhandels auf die Milchbauern. Es sei unethisch, wenn ein Erzeuger 25 Cent für einen Liter Milch bekomme, aber 35 Cent brauche, um selbst zu leben. "Wenn das Kartellamt sagt, es ist nicht in Ordnung, einen Liter Milch unter dem Einkaufspreis zu verkaufen, bin ich hundertprozentig auf Seiten des Kartellamts."

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