65 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz leben viele Überlebende in Armut und Isolation

An emaciated survivor drinking from a metal bo...

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Berlin (ots) – Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" fördert im 65. Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit einem Drittel ihres Förderbudgets humanitäre Projekte für die noch lebenden Opfer des Nationalsozialismus, insbesondere in den Ländern Ost- und Mitteleuropas sowie in Israel. Zudem werden mit 400.000 Euro Begegnungen zwischen Zeitzeugen und Schülern ermöglicht. Unterstützt wird mit diesen Mitteln auch die Teilnahme von Opfern an Gedenkfeiern anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager. "In diesem Jahr wird zum 65. Mal der Befreiung von Auschwitz gedacht, dabei dürfen wir die noch Lebenden nicht vergessen. Für die Hochbetagten, die oft unter Traumatisierungen leiden, werden Projekte organisiert, bei denen die Überwindung ihrer Einsamkeit und die Würdigung ihrer Lebensleistungen im Mittelpunkt stehen.", so Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ. Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung, dazu: "Engagement für die Überlebenden bedeutet für uns vor allem, ihnen in oftmals schwierigen Lebenssituationen zu helfen und ihre Erinnerung zu bewahren."

Die Stiftung EVZ bereitet zudem in diesem zehnten Jahr ihres Bestehens gemeinsam mit der Gedenkstätte Buchenwald die Eröffnung einer internationalen Ausstellung zum Thema "NS-Zwangsarbeit" vor, die im Herbst erstmals im Jüdischen Museum Berlin gezeigt wird. Das Online-Archiv www.zwangsarbeit-archiv.de, das die FU Berlin im Auftrag der Stiftung EVZ erstellt hat und insgesamt 600 Zeitzeugeninterviews bereit stellt, wird um didaktische Materialien zur Nutzung der Webseiten im Unterricht ergänzt.

Insgesamt fördert die Stiftung EVZ internationale Projekte in den Feldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Menschenrechte und Engagement für NS-Opfer mit 6,7 Millionen Euro jährlich.

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