Sportausschuss-Vorsitzende übt harsche Kritik an ARD und ZDF

Rostock (ots) – Die Vorsitzende des Bundestagssportausschusses Dagmar Freitag (SPD) hat die Sport-Übertragungspolitik von ARD und ZDF kritisiert. Sie betrachte „mit großer Sorge“, dass es in den Fernsehübertragungen der beiden öffentlich-rechtlichen Sender von Profiboxen, Fußball und jetzt Wintersport nur so wimmele, andere Sportarten jedoch in den Hintergrund gerieten. Sie beklagte, dass die Sender von den Sportverbänden die Übernahme von Übertragungskosten verlangten, was vor allem kleinere, finanzschwache Verbände nicht leisten könnten. Der Ostsee-Zeitung (…Erscheinungstag 16.1.2010) sagte sie: „Ich sehe die Entwicklung mit großer Sorge. Während Box-Events zu später Stunde geradezu inszeniert werden, geraten andere Sportarten ins Hintertreffen. Ich habe leider den Eindruck, dass die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender ihrem Auftrag, möglichst umfassend über das Sportgeschehen zu berichten, immer weniger nachkommen. Ich halte das für sehr bedenklich. Es hat Entwicklungen gegeben, die dem Sport und der Berichterstattung nicht gut tun. Wenn ich nur daran denke, dass öffentlich-rechtliche Sender beim Verhandeln um Übertragungszeiten etwa für Deutsche Meisterschaften von Verbänden die Übernahme von Produktions- bzw. Übertragungskosten verlangen. Es darf nicht so weit kommen, dass Sportarten von kleineren und finanzschwächeren Verbänden bei ARD und ZDF keine Rolle mehr spielen.“

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