Herr Jurga hat sich unters Volk gemischt

Am Samstag Morgen, so gegen neun Uhr, hat die Duisburger NRZ-Redaktion einen Artikel auf derWesten.de online gestellt. Die rechtsgerichtete ProNRW hat eine Demo angekündigt, ausgerechnet in Marxloh; und in Duisburg haben Politik, Gewerkschaft und Kirche dieses Vorhaben einhellig verurteilt.

Es war abzusehen, dass dieser Beitrag eine Fülle von Kommentaren nach sich ziehen würde. Und da habe ich mir gedacht: das Beste wird sein, Du legst einfach mal selbst vor. Misch Dich doch einmal unters Volk! Und in der Tat: es kamen einige Kommentare zusammen. Jetzt, also am 11.. Januar, so gegen 19:00, sind es schon mehr als 200.

Dabei sind einige besonders üble Sprüche von der online-Redaktion entfernt worden, weil sie nicht den Nutzungsbedingungen entsprachen. Die im folgenden für die Reihenfolge der Kommentare angegeben Zahlen stimmen also folglich nicht immer. Wenn Sie schon meinen sollten, mich kontrollieren zu müssen, achten Sie besser auf Datum und Uhrzeit!

Ich hatte unter „Suchen“ das Wort „jurga“ eingegeben, und das kam dabei heraus. Auf jede (orthographische) Bearbeitung habe ich verzichtet.

Es ist gut, dass sich die Duisburger Politik früh und einhellig gegen dieses braune Gesindel stellt. ProNRW hat sich schon in Köln reichlich blamiert, obwohl sich dort leider auch Teile der Lokalpolitik Bedenken gegen einen Moscheebau formuliert hatten. Sollte die Polizei die angekündigte Zusammenrottung wirklich genehmigen, werden die Rassisten Duisburg so kennenlernen, wie dies kaum in das „Weltbild“ dieser Hetzer passen dürfte: als eine weltoffene, tolerante Stadt, deren Toleranz jedoch da eine Grenze findet, wo die Intoleranten Hass verbreiten wollen.

#1 von jurga, am 09.01.2010 um 09:10

@Jurga

Ich glaube wenn die „Blamage“ für pro NRW darin besteht wie in Köln über 5% der Stimmen zu bekommen und damit in den Landtag einzuziehen, dürfte pro NRW mit einer solchen „Blamage“ gut leben können.

#2 von ulex, am 09.01.2010 um 09:19

@2 Jurga

bitte lesen Sie auf Ihrer Internetseite auch folgenden Link

http://www.tagesspiegel.de/politik/Westergaard-Necla-Kelek;art771,2995650#5

von photomann, am 09.01.2010 um 10:16

@5 photomann

Wenn Sie schon so freundlich sind, auf meine Internetseite hinzuweisen, die sich entschieden gegen den Dschihad-Islamismus wendet, dann hätten Sie doch auch auf einen Beitrag von mir hinweisen können. Nur als ein Beispiel auf diesen hier:

http://www.jurga.de/html/eine_stimme_der_besonnenheit.html

Aber selbstredend halte ich auch Necla Keleks Warnung vor dem Duckmäusertum für richtig. Nur: warum man, wenn man gegen den islamischen Faschismus kämpft, sich für den weißen, europäischen Faschismus erwärmen sollte, wie es hier in den Kommentaren nur allzu häufig geschieht, will mir nicht einleuchten. Ist es etwa kein Duckmäusertum, sich bei „der Westen“ anonym auszutoben, in der Wahlkabine sein Kreuzchen bei den Braunen zu machen und die Sehnsucht zu hegen, ein „starker Mann“ möge uns von dem Übel des Fremden erlösen?!

#25 von jurga, am 09.01.2010 um 15:04

@5 photomann

In aller Regel lese ich die Aufsätze, die ich auf meiner Internet-Seite verlinke. Und den Beitrag von Necla Kelek, in dem sie das „Duckmäusertum vor Islamisten“ kritisiert, habe ich mit großer Zustimmung gelesen. Dennoch: vielen Dank! Andere Leser dürften von ihrer Bitte profitiert haben.

@62 Gottfried von Bouillon

Herr Erdogan ist ein Islamist. Ich kann vor Islamisten nur warnen. Allerdings, was den „Staatsislam“ (@63) betrifft, würde ich dazu raten zu unterscheiden, was den Staaten mit muslimischer Bevölkerung gemeinsam ist, und was nicht.

Die Türkei ist meines Wissens das einzige muslimische Land mit halbwegs demokratischer Staatsform. Auch ich würde eine andere Regierung wünschen. Übrigens wurde bis Erdogan die Türkei von säkularen Politikern regiert, was auch nicht viel besser für die Menschenrechtssituation war.

Die haben Recht: die DITIB ist die staatliche Religionsbehörde. Aber es macht wenig Sinn, alle DITIB-Leute über einen Kamm zu scheren. Die Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinde blieben dann schier unerklärlich.

Kritisieren Sie den Islam! Geißeln Sie den Islamismus! Aber lassen Sie die Leute in Ruhe, die einfach nur in Ruhe leben, arbeiten und beten wollen! Den Rechtspopulisten geht es doch nicht um eine Aufklärung im Islam.

@ alle, die sich freuen, dass es gegen die Türken geht

„ProNRW“ will gegen die Menschen hetzen. Die Hetze gegen die Türken soll die Stimmen all derer (auch in diesem Blog) eintreiben, die die Muslime einfach weg haben wollen.

Wohin es führt, wenn in den – nach Religionszugehörigkeit – definierten Bevölkerungsgruppen die Einpeitscher das Sagen haben, ließ sich in seiner relativ harmlosen Variante in Nordirland beobachten. Es kann freilich auch so laufen wie in Jugoslawien. Ich bitte darum, das „gesunde Volksempfinden“ abzuschalten und den Kopf wieder einzuschalten.

Werner Jurga

www.jurga.de

#62 von jurga, am 10.01.2010 um 16:47

Und zu Herrn Jurga.

Geht es darum ob es auch nette Ditib’s gibt?

Nein es geht darum das auf deutschem Boden Kolonialpolitik erlaubt wird. Und das anscheinend recht erfolgreich wie man Land auf und ab sehen kann.

Im 3. Reich waren fast alle Nazis nette Leute, denn das waren die Nachbarn und die waren eben in der Partei, nicht wahr, politisch völlig korrekt!

Reden Sie doch mal mit den Alten die diese Zeit mitgemacht haben, und zwar ohne Vorbehalte, das wird Ihnen wahrscheinlich neue Einblicke gewähren, in das, was hier zur Zeit stattfindet.

Ein Föhrer Erdogan der reden hält und frenetisch von den netten Leuten die nur arbeiten wollen gefeiert wird, Graue Wölfe (BozKurt) die in Krefeld vom Bürgermeisteramt umgarnt werden.

Ganz abgesehen von Milli Görüs die kurzerhand 10000 Demonstranten nach Duisburg karrt, um mal zu zeigen wer das Sagen in der Stadt hat.

Wehret den Anfängen lese ich hier immer wieder – bittschön wehren Sie mal.

Schalom.

#102 von Gottfried von Bouillon

Nachsatz Herr Jurga,

glauben Sie wirklich, dass ein paar Streitigkeiten innerhalb des ansässigen Vereins um Posten und Pöstchen, also um die „Macht“ ein Beweis für die Harmlosigkeit der Ditib sind? Wenn Sie wirklich derart gutgläubig sind, ach du je, wenn Sie mich mit solchen Seichtheiten hinters Licht führen wollen, Respekt, welch ein Mut.

Die Ditib hat einen behördlichen Auftrag aus der Türkei und den verfolgt sie, egal wie sehr sich die Leute hier gegenseitig die Leviten lesen.

Schalom.

#104 von Gottfried von Bouillon

herr jurga, bitte schauen sie sich mal stadtteile wie marxloh an. oder ziehen sie am besten dorthin! haben sie kinder? umso besser! dann können ihre kinder dort aufwachsen und eine multi-(oder eher mono)-kulti erfahrung nach der anderen machen! mal schauen, wie sie dann die welt sehen..

ich möchte hier hervorheben, dass ich selbst aus einer einwandererfamilie komme und einige zeit im ausland gelebt habe. ich bin folglich ein weltoffener mensch, der freunde in aller welt hat. aber ich sehe die gescheiterte integration von moslems in deutschland, daher werde auch ich pro nrw wählen. und glaubt mir, ich bin alles andere als ein brauner, ewig gestriger etc.

hier mal ein aktuelles video aus england zum thema integration und islam:

http://www.spiegel.de/video/video-1040194.html

noch fragen?

#162 von hack, vor 6 Stunden

@169 hack

Ohne mir das Spiegel-Video angesehen zu haben, kann ich sagen, dass die britische Integrationspolitik gewiss nicht durchweg als lobenswertes Beispiel anzusehen ist. Was mich betrifft: ja, ich kenne Marxloh und auch Bruckhausen. Ich habe nämlich in beiden Stadtteilen schon als Sozialarbeiter gearbeitet. Ihren Vorschlag umzuziehen habe ich mir durch den Kopf gehen lassen. Ich bleibe doch lieber hier, schön im Grünen; da hat es meine Tochter auch nicht so weit bis zum Gymnasium. So! Und deshalb finden sie meine Argumente unerheblich?

#166 von jurga

Comments are closed.