Beamtenbund-Chef Heesen rechtfertigt Tarifforderung mit Steuererleichterungen

Bremen (ots) – Bremen. Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes (dbb), Peter Heesen, rechtfertigt die Tarifforderung von fünf Prozent mehr Gehalt im öffentlichen Dienst mit den jüngst in Kraft getretenen Steuererleichterungen: Es könne nicht angehen, dass gerade der Bund "weit über eine Milliarde" für das gerade in Kraft getretene Wachstumsbeschleunigungsgesetz "zum Fenster hinaus geworfen" habe, gleichzeitig aber Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes kurz halten wolle, sagte er gegenüber dem "Weser-Kurier" (Montagsausgabe). Heesen betonte, wenn der Staat meine, mit konjunkturellen Fördermaßnahmen "ein bestimmtes Klientel zu bedienen, dann soll er auch bei uns etwas tun für mehr Motivation und stärkere Kaufkraft". Der immer wiederkehrende Einwand, die Jobs im öffentlichen Dienst seien sicher, dafür könnten Bund und Kommunen geringere Einkommenszuwächse verlangen, ziehe nicht: "Ich weiß nicht, wie oft wir für diese Arbeitsplatzsicherheit schon bezahlt haben." Vor der am Montag in Köln beginnenden zweitägigen dbb-Jahrestagung   zeigte sich Heesen kampfbereit. Zugleich verwies er darauf, dass sich die Fünf-Prozent-Forderung aus "mehreren Komponenten" zusammensetze und es dabei nicht nur um mehr Gehalt gehe. "Wir wollen auch die unteren Einkommensgruppen stärker berücksichtigen, mehr für die Nachwuchsgewinnung tun oder zum Beispiel die gerade abgeschaffte Altersteilzeit über das Tarifrecht wieder einführen."

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