CDU-Außenpolitiker geht Westerwelle an

Köln (ots) – Scharfe Kritik an Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz, geäußert. Er sei "verwundert" über dessen Drohung, nicht zur Afghanistan-Konferenz nach London zu fahren, wenn sie eine reine Truppenstellerkonferenz werde, sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstagsausgabe). Ihm seien keine Äußerungen der US- oder anderer Regierungen geläufig, dass die Zusammenkunft im Januar zur Truppenstellerkonferenz degradiert werden solle. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy hätten die Konferenz schließlich angeregt, um über gemeinsam mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai konkrete Ziele und Zeitpläne für die Stabilisierung seines Landes festzulegen. Mit Blick auf Westerwelles Äußerungen aber auch die scharfe Kritik von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) an der Klima politik der USA mahnte Polenz: "Gerade wenn es Differenzen in der Sache gibt, besteht erfolgreiche Diplomatie darin, sie nicht durch die Tonlage zu verschärfen." Schon die alten Römer hätten gewusst: "Fortiter in re, suaviter in modo – stark in der Sache, süß in der Form."

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