Jedes 4. Kind spürt in der Familie die Wirtschaftskrise

showbin München (ots) – 8. Dezember 2009 – Seit über einem Jahr beherrscht die Wirtschaftskrise die Politik. Beherrscht die Krise aber auch die Familien in Deutschland? Um dies herauszufinden, befragte die Zeitschrift ELTERN FAMILY für ihre aktuelle Ausgabe (1/2010 ab morgen im Handel) 1665 Schülerinnen und Schüler zwischen neun und 19 Jahren.

Auf die Frage "Spürt ihr in eurer Familie die momentane Wirtschaftskrise?" antwortete fast jedes vierte Kind (23 %) mit Ja, 70 Prozent antworteten mit Nein, 7 Prozent konnten es nicht einschätzen.

Von den 23 Prozent, die mit Ja antworteten, lauten die Begründungen im Detail: 11 Prozent sagen, dass in der Familie weniger eingekauft wird als vorher bzw. dass die Familie bei Ausgaben insgesamt vorsichtiger ist. 6 Prozent geben an, dass die Eltern angespannt sind. Bei 4 Prozent sind die Eltern in Kurzarbeit, bei 3 Prozent ist ein Elternteil arbeitslos.

Die Begründungen der 70 Prozent, die mit Nein antworteten: In unserer Familie spüren wir keine Einschränkungen, alles ist wie immer, sagen 37 Prozent. 12 Prozent geben an, dass beide Eltern einen sicheren Job haben. 7 Prozent reden innerhalb der Familie über die Krise, 5 Prozent sagen, in der Familie gebe es immer zu wenig Geld. Nur 2 Prozent erklären, dass zu Hause nicht über die Krise gesprochen wird.

Drei konkrete Stimmen aus der Umfrage, die zeigen, wie unterschiedlich Familien in Deutschland die Krise spüren: "Ich finde es doof, dass ‚Hertie‘ zugemacht hat, denn das ist schlimm für ein paar Kinder aus unserer Klasse", sagt eine 9-jährige Grundschülerin. Eine 12-jährige Realschülerin: "Ohne die Zeitung wüsste ich gar nicht, dass eine Wirtschaftskrise herrscht". Eine 15-jährige Realschülerin: "Mein Papa hat Kurzarbeit, und das hat auch etwas Gutes: Wir können mehr zusammen unternehmen."

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