Greenpeace-Chef Naidoo verlangt "fairen, ambitionierten und verbindlichen Vertrag in Kopenhagen"

Berlin (ots) – Der neue Geschäftsführer der Umweltorganisation Greenpeace, Kumi Naidoo, verlangt beim Weltklimagipfel in Kopenhagen einen "fairen, ambitionierten und verbindlichen Vertrag". In einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel (Montagsausgabe) sagte Naidoo: "Wenn es möglich ist, über Nacht Billionen Dollars zu mobilisieren, um Banken zu retten, dann muss es doch auch möglich sein, eine kleinere Summe für die Rettung des Klimas auszugeben." Nur wenn es einen verbindlichen Vertrag gebe, könne es bei der Umsetzung der Klimaschutzanstrengungen die notwendige Transparenz geben, fuhr Naidoo fort. "Wir werden die Regierungen in reichen und armen Ländern in gleicher Weise an ihre Verantwortung erinnern, auch im Umgang mit dem Geld für den Klimaschutz", sagte er. Damit setzte er sich etwas von den Umwelt- und Entwicklungsorganisationen ab, die im Vorfeld des Kopenhagener Gipfels lediglich die Industriestaaten auffordern, große Geldmengen für die Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen, ohne nach deren Verlässlichkeit zu fragen. Naidoo meint: "Ich bin sogar vorsichtig optimistisch, dass diese große Aufmerksamkeit für das Thema in Kopenhagen, es uns leichter machen könnte, auf mehr Zuverlässigkeit der Regierungen zu drängen."

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