Deutschland muss zivilen Bereich in Afghanistan stärken und keine Debatten um Kampftruppen führen

Leipzig (ots) – Die Verteidigungsexpertin der FDP, Elke Hoff, hat zusätzliche militärische Aufgaben für die Bundeswehr auf Basis der neuen Afghanistan-Strategie von US-Präsident Barack Obama abgelehnt. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Donnerstag-Ausgabe) sagte Frau Hoff: "Afghanistan ist nicht nur eine Frage militärischer Präsenz. Entscheidend ist der zivile Bereich. Dafür müssen bei der internationalen Afghanistan-Konferenz in London neue Weichen gestellt werden, aber nicht durch hektische Debatten um Kampftruppen." Eine Verstärkung des zivilen Wiederaufbaus und des Einsatzes beim Aufbau der Polizei "müssten wesentliche Bestandteile der deutschen Vorschläge" für die Londoner Konferenz sein.

Frau Hoff verteidigte die jetzt im Bundestag anstehende Verlängerung des bisherigen Afghanistan-Mandats gegen Kritik seitens der Opposition. "Dem Parlament und der Regierung liegt keine Anfrage nach zusätzlichen deutschen Truppen vor." Politiker könnten "nur über Fakten urteilen und nicht über Mutmaßungen", so die Liberale.

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