Duisburg: Kulturdezernent gegen Loveparade

Janssen Duisburg – Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg, wettert gegen die für 2010 in der Montanstadt geplante Loveparade.

Gegenüber der NRZ erklärte Janssen, er sehe bei dem Raver-Event „keinen Bezug zur Kultur". Damit stellt sich Janssen gegen Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, der die Loveparade mit ihren Millionen Besuchern wiederholt als wichtig für das Image der Stadt bezeichnet hatte. Janssen betonte, dies sei seine persönliche Meinung und nicht die des Verwaltungsvorstandes; er könne aber in dieser Veranstaltung keinerlei Sinn für die Stadt oder Mehrwert für die lokale Wirtschaft erkennen.

Der Kulturdezernent wörtlich: „Saufen, Sex, Drogen: Das ist nun wirklich keine jugendtaugliche Veranstaltung.” Janssen räumte er ein, sich viel früher mit dieser Kritik hätte zu Wort melden müssen. Beobachter vermuten, dass Pläne für eine Subventionierung des Kommerz-Spektakels der Auslöser dafür sind, dass Janssen sich jetzt an die Öffentlichkeit gewandt hat. Bekanntlich steht Duisburg wegen seiner desaströsen Finanzlage unter der Haushaltsaufsicht des Regierungspräsidenten.

Die Loveparade dürfe die Stadt kein Geld kosten, meint Janssen. „Denn mir fielen tausend andere Projekte aus dem Bereich der Kultur ein, die städtische Zuschüsse wirklich gut gebrauchen könnten.”

XN-Redakteur Werner Jurga hatte bereits vor einiger Zeit mit einer satirischen Kolumne seine Abneigung gegen das Raver-Happening deutlich gemacht.

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