Richard von Weizsäcker überreicht den Marion Dönhoff Preis 2009 an Fritz Stern

Richard von Weizsäcker, former German President.

Image via Wikipedia

Hamburg (ots) – In einem großen Festakt haben die Wochenzeitung DIE ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und die Marion Dönhoff Stiftung am 29. November 2009 zum siebten Mal den „Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung“ verliehen.

Rund 1100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien kamen zur Preisverleihung ins Hamburger Schauspielhaus. Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker überreichte den diesjährigen Hauptpreis an Fritz Stern.

Richard von Weizsäcker ehrte Stern in seiner Laudatio als großen Historiker, der „immer Geschichte von Menschen“ schreibe. Weizsäcker: „Fritz Stern erinnert uns an die Offenheit der Geschichte, aber auch an unsere Verantwortung.“ Fritz Stern sei „als intimer Kenner der Deutschen“ unersetzlich geworden. Wunderbar sei an Fritz Stern aber auch seine „Gabe zur Freundschaft“, zum Beispiel mit Marion Gräfin Dönhoff. Den Preisträger und die langjährige Chefredakteurin und Herausgeberin der ZEIT habe eine „tiefe Beziehung der Inspiration verbunden“.

Fritz Stern sagte in seiner Dankesrede: „Wir sollten uns der Freude, der Euphorie des Jahres 1989 erinnern – und trotz aller Enttäuschungen, die dann folgten, staunen wir, was alles erreicht worden ist.“ Aber der Prozess der Versöhnung gehe weiter, sagte Stern. „Vor drei Wochen, als die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident unter dem Arc de Triomphe die ewige Flamme neu entzündeten: Das war ein historischer Moment, mutig und wahrhaft patriotisch. Er setzte dem Elend des Ersten Weltkrieges ein Ende und ersetzte gegenseitigen Hass durch gemeinsame Trauer.“ Marion Dönhoff sei eine der ersten gewesen, die für Versöhnung plädierte. Sie „hat den Verlust ihrer Heimat mit Vertrauen auf Versöhnung entgolten“.

Die Laudatio auf den Förderpreisträger, KinderBerg International e.V., hielt die Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers.

In diesem Jahr sind wieder hunderte Leser dem Aufruf der ZEIT gefolgt und haben Personen und Organisationen vorgeschlagen, die sich im Geiste Marion Dönhoffs engagieren. Die Jury, bestehend aus Theo Sommer (DIE ZEIT), Manfred Lahnstein (ZEIT-Stiftung), Hermann Graf Hatzfeldt (Marion Dönhoff Stiftung), Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Janusz Reiter und Anne Will, hat die Preisträger aus den Vorschlägen der ZEIT-Leser ausgewählt.

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