Niebel will nicht mit Bashir aufs Foto

Berlin (ots) – Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat von einer Reise in das Krisenland Sudan Abstand genommen, weil er nicht mit dessen Staatspräsident Omar al Bashir zusammentreffen will. "Ich möchte nicht mit einem per Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrecher auf einem Foto erscheinen", sagte Niebel dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel am Sonntag: "Niemand hätte verhindern können, dass er mich etwa am Flughafen in Khartoum begrüßt." Der Internationale Strafgerichtshof hatte im März 2009 gegen al Bashir einen Haftbefehl wegen Kriegsverbrechen in Darfur erlassen. Niebel sagte, ursprünglich habe er vorgehabt, bei seiner erste Reise in ein Entwicklungsland den Sudan zu besuchen. Er verwies auf die humanitäre Katastrophen im Süden des Landes und in der Krisenprovinz Darfur.

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