Röttgen warnt vor "Schlupflöcher" beim Klimaschutz

Saarbrücken (ots) – Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat die Staatengemeinschaft aufgefordert, Klimaschutz-Verpflichtungen nicht zu umgehen. Mit Blick auf ein mögliches Abkommen bei der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember sagte Röttgen der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstag): "Das Abkommen darf in seiner rechtlichen Architektur keine Schlupflöcher bieten."

Die Vereinbarungen von Kopenhagen müssten daher alle Länder umfassen, "also auch die USA und China", forderte Röttgen. Der Minister zeigte sich überzeugt, dass die Klimakonferenz einen Weg zur Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad beschließen werde. "Damit meine ich eine klar benannte CO2-Reduzierung für die Industrieländer bis 2020 um 25 bis 40 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent, die rechtliche Überprüfbarkeit der eingegangenen Verpflichtungen und die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer", so Röttgen. Ansonsten seien "die Überlebenschancen Hunderter von Millionen Menschen" bedroht. "Es gibt auch keine Insel, auf die sich der bislang reiche Teil dieser Welt vor diesen Folgen flüchten könnte. Das sollten wir nicht vergessen", betonte der Minister.

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