EKD-Synode über Rechtsextremismus besorgt

Margot Käßmann
Image by evangelisch via Flickr
Hannover (ots) – Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat an diesem Donnerstag ihrer Besorgnis über den Anstieg rechtsextremer Gewalttaten und der vermehrten Verbreitung rechtsextremes Gedankenguts Ausdruck verliehen und einen Beschluss verabschiedet.
Der Beschlusstext lautet:
Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist beunruhigt, dass rechtsextremes Gedankengut, das sich vermehrt in brutalen Gewalttaten äußert, in ganz Deutschland vorzufinden ist. Wir nehmen mit Sorge zur Kenntnis, dass dieses Gedankengut nicht mehr nur in privaten, kleinen Kreisen, sondern öffentlich vertreten wird. Wir beklagen sowohl rechtsex-treme Einstellungen bei Gliedern unserer Kirchgemeinden als auch zunehmende antichristliche Ressentiments und Vorfälle von Seiten Rechtsextremer.
Die Demokratie ist nach christlicher Überzeugung die beste aller Gesellschaftsformen. Wir ermutigen, Informationen über Rechtsextremismus einzuholen, zivilgesellschaftliche Beratungsangebote zu nutzen, Veranstaltungen in den Kirchengemeinden durchzuführen und das Thema in der Kinder- und Jugendarbeit aufzugreifen.
Die Synode der EKD unterstützt die zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich offensiv mit rassistischen und antisemitischen Einstellungen und rechtsextremen Strukturen auseinan-dersetzen. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, deren haupt- und ehrenamtliches zivil-gesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz gegen Rechtsextremismus
nachhaltig und dauerhaft zu fördern. Wir begrüßen den Plan zur Gründung einer „Bundes-arbeitsgemeinschaft Kirche gegen Rechtsextremismus“ (BAGKR) am 12. Februar 2010 in Dresden und rufen alle Gliedkirchen der EKD auf, sich in dieser Arbeitsgruppe einzubringen. Wir bitten Kirchgemeinden, Gemeindeglieder, kirchliche Werke und Einrichtungen, in zivilge-sellschaftlichen Initiativen für Demokratie gegen Rechtsextremismus mitzuarbeiten.
Die Synode der EKD bittet die Ämter der Gliedkirchen, dafür Sorge zu tragen, dass das Thema Rechtsextremismus in den Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen der Gliedkirchen Beachtung und Raum findet. Des Weiteren wird das Kirchenamt der EKD gebeten, vorhandenes Arbeitsmaterial zu sammeln, aufzubereiten und den Gliedkirchen und Kirchge-meinden neben weiteren Arbeitsmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Synode hält eine Vertiefung der theologischen Grundlagen in der Auseinandersetzung mit rassistischen, anti-semitischen und menschenfeindlichen Überzeugungen und eine Prüfung der kirchenrechtlichen Konsequenzen (u. a. im Blick auf Mitgliedschaftsfragen) für dringend erforderlich.
Wir ermutigen darum die Ausstiegsprogramme aus extremistischen Strukturen, die in vielen Gemeinden bereits bestehen und bitten die Jugendlichen, diese Programme wahrzunehmen.

Hannover (ots) – Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat an diesem Donnerstag ihrer Besorgnis über den Anstieg rechtsextremer Gewalttaten und der vermehrten Verbreitung rechtsextremes Gedankenguts Ausdruck verliehen und einen Beschluss verabschiedet.

Der Beschlusstext lautet:

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist beunruhigt, dass rechtsextremes Gedankengut, das sich vermehrt in brutalen Gewalttaten äußert, in ganz Deutschland vorzufinden ist. Wir nehmen mit Sorge zur Kenntnis, dass dieses Gedankengut nicht mehr nur in privaten, kleinen Kreisen, sondern öffentlich vertreten wird. Wir beklagen sowohl rechtsex-treme Einstellungen bei Gliedern unserer Kirchgemeinden als auch zunehmende antichristliche Ressentiments und Vorfälle von Seiten Rechtsextremer.

Die Demokratie ist nach christlicher Überzeugung die beste aller Gesellschaftsformen. Wir ermutigen, Informationen über Rechtsextremismus einzuholen, zivilgesellschaftliche Beratungsangebote zu nutzen, Veranstaltungen in den Kirchengemeinden durchzuführen und das Thema in der Kinder- und Jugendarbeit aufzugreifen.

Die Synode der EKD unterstützt die zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich offensiv mit rassistischen und antisemitischen Einstellungen und rechtsextremen Strukturen auseinan-dersetzen. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, deren haupt- und ehrenamtliches zivil-gesellschaftliches Engagement für Demokratie und Toleranz gegen Rechtsextremismus

nachhaltig und dauerhaft zu fördern. Wir begrüßen den Plan zur Gründung einer „Bundes-arbeitsgemeinschaft Kirche gegen Rechtsextremismus“ (BAGKR) am 12. Februar 2010 in Dresden und rufen alle Gliedkirchen der EKD auf, sich in dieser Arbeitsgruppe einzubringen. Wir bitten Kirchgemeinden, Gemeindeglieder, kirchliche Werke und Einrichtungen, in zivilge-sellschaftlichen Initiativen für Demokratie gegen Rechtsextremismus mitzuarbeiten.

Die Synode der EKD bittet die Ämter der Gliedkirchen, dafür Sorge zu tragen, dass das Thema Rechtsextremismus in den Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen der Gliedkirchen Beachtung und Raum findet. Des Weiteren wird das Kirchenamt der EKD gebeten, vorhandenes Arbeitsmaterial zu sammeln, aufzubereiten und den Gliedkirchen und Kirchge-meinden neben weiteren Arbeitsmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Synode hält eine Vertiefung der theologischen Grundlagen in der Auseinandersetzung mit rassistischen, anti-semitischen und menschenfeindlichen Überzeugungen und eine Prüfung der kirchenrechtlichen Konsequenzen (u. a. im Blick auf Mitgliedschaftsfragen) für dringend erforderlich.

Wir ermutigen darum die Ausstiegsprogramme aus extremistischen Strukturen, die in vielen Gemeinden bereits bestehen und bitten die Jugendlichen, diese Programme wahrzunehmen.

7 thoughts on “EKD-Synode über Rechtsextremismus besorgt

  1. Käsebrote sollte man auch mit sollte man auch mit seinem Käse belegen können. Welche rechtsextremen Straftaten gibt es, die angeblich so gefährlich für das Allgemeinwohl sind?

    Jeden Tag werden dutzende Taten von Muselgangstern begangen oftmals mit dauerhaften Schäden für die Opfer. Wo ist da die Kirche im Einsatz????????????

  2. Sagt mal, leidet ihr an Wahrnehmungsstörungen? Wenn etwas in den letzten Monaten zugenommen hat und langsam besorgniserregende Ausmaße annimmt, dann sind es ja wohl gewaltakte von Linksextremisten bzw. gewalttätigen muslimischen Jugendlichen!

    Woher bezieht ihr eure Inforamtionen? Neues Deutschland? Indymedia.de? Oder Junge Welt?

    Ihr wundert euch, daß immer mehr und mehr Menschen aus der Kirche austreten? Wenn ihr so einen Schwachsinn wie den oben veröffentlich und diesem Mist auch noch tatsächlich ernst meint, dann solltet ihr euch nicht weiter wundern, sondern mal die Augen aufmachen und den Blick gen „Realität“ schweifen lassen.

  3. Mich wundert nicht weshalb die Kirchen leer bleiben, wenn ich sehe was sie beschließen. Ihr Beschluß gibt meines Erachtens die Meinung der MSM wieder, nicht die wahrnehmungen ihrer Kichgänger. Wenn sie sich mal die Zeit nehmen sollten auch die Lesermeinungen zu diesem Thema in den MSM zu lesen (wir gehen natürlich davon aus dass in einer Demokratie nicht Zensiert wird 🙂 werden sie bemerken dass ihre Schäfchen keine Angst vor der rechten Gewalt haben sondern vor linken Mobbs die Randalierend und Brandschatzend durch Deutsche Städte ziehen und vor Moslem-Banden die unsere Werte und Kultur verachten.

    MfG Ein besorgter Bürger

  4. Seit Jahren das selbe immer wieder Anstiege von Rechtsradikalen Gewalttaten. Wenn das so stimmen würde wie hier Stimmung gemacht wird, würden wir längst im 4. Reich leben. Die EKD will sich nur ein bischen beliebt machen und Pluspunkte sammeln.

  5. Habe mir am Montag den halben Tag frei genommen.

    Amtsgericht – Antragstelle – Austritt. 30 € Austrittsgebühr? Eine Investition, die sich in wenigen Tagen (Stunden?) amortisiert hat.

    Das dämliche Geschreibsel des synodalen Beschlusses ist alleine mit Realitätsverweigerung nicht mehr zu erklären. Das ist schon ein Fall einer kollektiven Psychopathologie. Und das ist noch die günstigere Annahme.

    Was unterscheidet die EKD eigentlich noch von ihren linksextremistischen und anarchistischen Freunden, mit denen sie Seit an Seit „tapfer“ im Kampf gegen Rechts marschieren?

    Ich hab denen schon VIEL ZU VIEL Kirchensteuern in den Hintern gesteckt. Damit ist nun Schluß. Ich finanziere doch keine weitere Linksorganisation.

  6. Die größte Gewißheit, daß es in Deutschland K E I N E N Anstieg des Rechtsradikalismus/-extremismus gibt, gibt die Tatsache, daß diese charakterlosen Feiglinge der peseudoevangelischen Kirchen, die wirklich vor jedem und allem kuschen, so weit das Maul aufreißen.

    Mit Linken kuschelt man, vor den Mohammedanern kniet man in devoter Haltung. Links kommt von linkisch und rechts von richtig. Oder: right is right.

  7. Dieter Lieberwirth Do, 29 Okt 2009 at 21:19:43 -

    Was hat die EKD Synode eigentlich zu den Wahlerfolgen der Linke/SED verlauten lassen? Wo blieb hier der Aufschrei der Kirchenführer? Eine Partei, die für tausendfachen Mord an Mauer und Stacheldraht verantwortlich ist wird als demokratische Selbstverständlichkeit hingenommen? Ich bin der Heuchelei seitens der Kirche überdrüssig. Habe mich erst vor wenigen Monaten wieder der Kirche zugewandt. Ich bin enttäuscht und werde in meiner Gemeinde dies auch zum Ausdruck bringen.
    Warum die Gründung der Arbeitsgemeinschaft wie oben genannt am 12.Februar 2010 in Dresden, dem Vortag, an dem vor 65 Jahren die Stadt vernichtet wurde und über hunderttausend Menschen umkamen?