NABU: EU-Kommission präsentiert schwache CO2-Auflagen für Kleinlaster und Vans

Berlin (ots) – Der NABU hat den heute von der Europäischen Kommission vorgestellten Gesetzesvorschlag für strengere Kohlendioxid-Grenzwerte für Transporter als unzureichend kritisiert. Knapp sechs Wochen vor den Klimaschutzverhandlungen der Vereinten Nationen in Kopenhagen sende Europa damit erneut ein falsches Zeichen. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die alte Bundesregierung hat sich nach den verpfuschten CO2-Grenzwerten für Pkw abermals mit einem Schreiben an die EU-Kommission gewandt und Druck auf sie ausgeübt, um notwendige Klimaschutzauflagen zu verhindern.“ Miller forderte von der neuen Bundesregierung und dem zukünftigen EU-Kommissar Günther Oettinger Unterstützung für eine Nachbesserung des Verordnungsentwurfs im Ministerrat.
Die Argumente der Autoindustrie gegen strikte Klimaauflagen seien fadenscheinig. Miller: „Transporter sind technisch gesehen nur große Autos und können Kohlendioxid-Ausstoß und Spritverbrauch mindestens genauso umfassend und schnell senken wie Pkw neuester Generation.“ Als Beispiel nannte Miller den neuen Golf BlueMotion und den Mercedes C220 BlueEfficiency, bei denen der Verbrauch innerhalb von zwei Jahren mit einfacher Technik wie Start-Stopp-Automatik und verbesserter Aerodynamik um rund 25 Prozent gesenkt werden konnte.
Niedrigere Verbräuche kämen nicht nur dem Klima, sondern auch gewerblichen Unternehmen zugute, denn angesichts steigender Spritpreise könnten Kunden mit einem sparsamen Transporter viel Geld an
der Tankstelle sparen. Der NABU fordert daher einen Grenzwert für Transporter entsprechend den ursprünglichen Plänen von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas von 175 Gramm CO2 je Kilometer ab dem Jahr 2012. Dies bedeute ein Minus von 14 Prozent gegenüber derzeitigen Durchschnittsverbräuchen. In den Folgejahren müsse der Ausstoß weiter gesenkt werden. Der heute vorgestellte Entwurf verschiebe die Ziele hingegen in die Zukunft und erlaube eine schrittweise Einhaltung der Auflagen.
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Die Autoindustrie verlangt immer langfristige Planungssicherheit. Deshalb sollte die EU ohne Wenn und Aber die Begrenzung für das Jahr 2020 auf 125 Gramm CO2 je Kilometer festlegen.“ Oeliger warnte davor, die CO2-Grenzwerte für leichte Nutzfahrzeuge als unwichtiges Beiwerk zu betrachten: „In Europa liegt der Anteil von Transportern im Straßenverkehr bereits bei 13 Prozent – Tendenz stark steigend“.
Berlin (ots) – Der NABU hat den heute von der Europäischen Kommission vorgestellten Gesetzesvorschlag für strengere Kohlendioxid-Grenzwerte für Transporter als unzureichend kritisiert. Knapp sechs Wochen vor den Klimaschutzverhandlungen der Vereinten Nationen in Kopenhagen sende Europa damit erneut ein falsches Zeichen. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Die alte Bundesregierung hat sich nach den verpfuschten CO2-Grenzwerten für Pkw abermals mit einem Schreiben an die EU-Kommission gewandt und Druck auf sie ausgeübt, um notwendige Klimaschutzauflagen zu verhindern.“ Miller forderte von der neuen Bundesregierung und dem zukünftigen EU-Kommissar Günther Oettinger Unterstützung für eine Nachbesserung des Verordnungsentwurfs im Ministerrat.
Die Argumente der Autoindustrie gegen strikte Klimaauflagen seien fadenscheinig. Miller: „Transporter sind technisch gesehen nur große Autos und können Kohlendioxid-Ausstoß und Spritverbrauch mindestens genauso umfassend und schnell senken wie Pkw neuester Generation.“ Als Beispiel nannte Miller den neuen Golf BlueMotion und den Mercedes C220 BlueEfficiency, bei denen der Verbrauch innerhalb von zwei Jahren mit einfacher Technik wie Start-Stopp-Automatik und verbesserter Aerodynamik um rund 25 Prozent gesenkt werden konnte.
Niedrigere Verbräuche kämen nicht nur dem Klima, sondern auch gewerblichen Unternehmen zugute, denn angesichts steigender Spritpreise könnten Kunden mit einem sparsamen Transporter viel Geld an
der Tankstelle sparen. Der NABU fordert daher einen Grenzwert für Transporter entsprechend den ursprünglichen Plänen von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas von 175 Gramm CO2 je Kilometer ab dem Jahr 2012. Dies bedeute ein Minus von 14 Prozent gegenüber derzeitigen Durchschnittsverbräuchen. In den Folgejahren müsse der Ausstoß weiter gesenkt werden. Der heute vorgestellte Entwurf verschiebe die Ziele hingegen in die Zukunft und erlaube eine schrittweise Einhaltung der Auflagen.
NABU-Verkehrsexperte Dietmar Oeliger: „Die Autoindustrie verlangt immer langfristige Planungssicherheit. Deshalb sollte die EU ohne Wenn und Aber die Begrenzung für das Jahr 2020 auf 125 Gramm CO2 je Kilometer festlegen.“ Oeliger warnte davor, die CO2-Grenzwerte für leichte Nutzfahrzeuge als unwichtiges Beiwerk zu betrachten: „In Europa liegt der Anteil von Transportern im Straßenverkehr bereits bei 13 Prozent – Tendenz stark steigend“.

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