Ulrich Maurer: Jamaika im Saarland erinnert an sizilianische Verhältnisse

Berlin (ots) – "Der Pate Hubert Ulrich wollte Jamaika von Anfang an. Ich teile die Einschätzung von Daniel Cohn-Bendit, den die Vorgänge bei den saarländischen Grünen nach eigenem Bekunden an Sizilien erinnern", erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Ulrich Maurer, zur Entscheidung für eine Jamaika-Koalition im Saarland. Maurer weiter:

"Die Entscheidung der Grünen hat rein gar nichts zu tun mit Oskar Lafontaines Verzicht auf den Fraktionsvorsitz im Bundestag. Sie stand für Ulrich seit Langem fest. Nicht ohne Grund hatte dieser lange vor dem Parteitag der Grünen seine Truppen bearbeitet.

Cohn-Bendits Urteil, Ulrich sei eine zweifelhafte Persönlichkeit und die Saar-Grünen ein an Sizilien erinnernder Landesverband, der zur Hälfte aus dem Kreisverband des Landesvorsitzenden bestehe, spricht für sich. Ich frage mich,

warum von Ulrich bei Lafontaines Entscheidung vom Anfang September, den Vorsitz der Linksfraktion im Saarland zu übernehmen, nichts zu hören war.

Dass nun auch Andrea Nahles sich das Credo des Paten an der Saar zu eigen macht, obwohl sie die Vorgeschichte sehr genau kennt, zeigt nur, dass sie ihre Rolle als Generalsekretärin der SPD offenbar hauptssächlich als die einer Wadenbeißerin versteht.

Aus der Zustimmung führender Vertreter des rechten Flügels der Grünen wie Cem Özdemir und Boris Palmer wird allerdings deutlich, dass die Grünen wie die SPD mittlerweile aus zwei Parteien bestehen, die inhaltlich und strategisch in völlig gegensätzliche Richtungen marschieren."

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