Kraft wirft Rüttgers „politische Schizophrenie“ vor

Bielefeld (ots) – Im Streit um den Video-Einsatz von SPD und CDU im nordrhein-westfälischen Wahlkampf verschärft sich der Tonfall. SPD-Landeschefin Hannelore Kraft warf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) „politische Schizophrenie“ vor, wenn er behaupte, nicht zu wissen, dass seine Partei Auftritte der Sozialdemokratin filmen lasse. Gegenüber der in Bielefeld erscheinenden Tageszeitung Neue Westfälische (Montagausgabe) sagte Kraft: „CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst hat zugegeben, dass das keine einmalige Aktion in diesem Wahlkampf ist, sondern seit 2007 läuft. Ich kann mir nicht

vorstellen, dass dies ohne Wissen und Zustimmung seines Chefs geschehen ist.“ Rüttgers hatte sich zuletzt in einem Interview der WAZ auf den verstorbenen früheren NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau berufen und gesagt, dieser hätte die Filmerei nicht gebilligt. Kraft sagte dazu, nach seiner jüngsten fremdenfeindlichen Rumänen-Beschimpfung habe Rüttgers das Recht verwirkt, sich auf Rau zu berufen. „Was Johannes Rau ganz gewiss nicht gewollt hat, ist, dass Jürgen Rüttgers sein Nachfolger werden würde“, so Kraft wörtlich.

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