Schluss mit Mobbing

München (ots) – 16. September 2009 – Schikane am Arbeitsplatz kann das Leben zur Hölle werden lassen. Der Mobbing-Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geht davon aus, dass elf Prozent der Deutschen im Job schon einmal gemobbt worden sind. Um sich aus der Mobbing-Falle zu befreien, hilft es, früh in die Offensive zu gehen, wie das G+J-Magazin EMOTION berichtet (Ausgabe 10/2009 ab heute im Handel). Einige Vorgehensweisen sind dabei besonders empfehlenswert: Machen Sie beispielsweise zuerst eine ehrliche Bestandsaufnahme und fragen Sie sich, was Sie möglicherweise selbst dazu beitragen. Wenn es Dinge gibt, an denen Sie etwas ändern müssen, setzen Sie dort an. Gleichzeitig signalisieren

Sie Ihrem Angreifer bei der nächsten Auseinandersetzung: „Stopp!“ Zum einen zeigen Sie ihm so, dass er Sie nicht nach Belieben attackieren kann. Zum anderen – und das ist der wichtigere Effekt – treten Sie dadurch aus der inneren Defensive heraus. Sie müssen sich nicht länger als wehrloses Opfer fühlen.

Konfliktforscher haben festgestellt: Mobbing ist in der Regel keine individuelle Schwierigkeit. Oft tragen die Strukturen im Betrieb dazu bei. Sich klarzumachen, dass das Problem im Kern von etwas anderem ausgelöst wurde, erleichtert es, die innere Distanz zurück zu gewinnen. Jetzt können Sie handeln. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, ist die Devise. Auf diese Weise kommt ein positiver Kreislauf in Gang. Gehen Sie auf die Person zu, von der Sie sich gemobbt fühlen, und bitten Sie um ein Gespräch. Allein dieser Schritt kann die Situation schon verändern. Wenn Ihr Konfliktpartner nicht bereit ist, die Sache mit Ihnen zu klären, ist die nächste Anlaufstelle Ihr Vorgesetzter. Ist der selbst in die Mobbingsituation verwickelt, der nächst höhere Vorgesetzte. In vielen Betrieben helfen auch der Betriebsrat oder die Personalabteilung, besonders, wenn es eine Vereinbarung zur Mobbing-Prävention gibt. Klare Strukturen erleichtern es, den Konflikt zu deeskalieren.

Mobbing-Situationen beeinträchtigen nicht nur direkt Betroffene. Auch der wirtschaftliche Schaden ist immens. Die Opfer werden häufiger krank, ziehen sich zurück und können ihre Leistung nicht mehr voll entfalten. Die Fluktuation steigt. Psychoterror am Arbeitsplatz kann für Unternehmen und Gesellschaft schnell jährliche Kosten in mehrstelliger Millionenhöhe verursachen.

Comments are closed.