Chef des Adolf-Grimme-Instituts kritisiert TV-Konzept für Kanzlerduell

Saarbrücken (ots) – Der Direktor des Adolf-Grimme-Instituts, Uwe Kammann, hat die Konzeption für das TV-Kanzlerduell kritisiert und eine Überarbeitung bei künftigen Ausstrahlungen dieser Art angemahnt. „Die Form der Sendung ist sehr ritualisiert  und zu steif. Jeder hat gespürt, dass es eine Proporzveranstaltung
ist, denn inzwischen sind ja bereits vier Fernsehanstalten an dem  Spektakel beteiligt“, sagte Kammann der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe).
Der größte Schwachpunkt sei gewesen, dass sich  vier Journalisten gegenseitig Konkurrenz gemacht hätten. „Damit wird die Sendung auch zu einem Markt für Moderatoren, was dem Gesprächsfluss der beiden Hauptakteure wenig dienlich war“, meinte der Medienexperte.
Für künftige Sendungen müsse das Fernsehen eine Form finden, um für die gewünschte Spannung zwischen den Kontrahenten zu sorgen. „Ich würde die beiden Kandidaten so platzieren, dass sie sich in die Augen schauen können, und ein einziger Moderator sollte eine Eingangsfrage stellen, damit die Sache in Gang kommt“, erklärte Kammann. „So könnten die beiden Kandidaten auch Themen und Tempo selbst bestimmen. Dann würde sich zeigen, wer redegewandt ist und wer geschickt agieren oder reagieren kann.“

Saarbrücken (ots) – Der Direktor des Adolf-Grimme-Instituts, Uwe Kammann, hat die Konzeption für das TV-Kanzlerduell kritisiert und eine Überarbeitung bei künftigen Ausstrahlungen dieser Art angemahnt. „Die Form der Sendung ist sehr ritualisiert  und zu steif. Jeder hat gespürt, dass es eine Proporzveranstaltung

ist, denn inzwischen sind ja bereits vier Fernsehanstalten an dem  Spektakel beteiligt“, sagte Kammann der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe).

Der größte Schwachpunkt sei gewesen, dass sich  vier Journalisten gegenseitig Konkurrenz gemacht hätten. „Damit wird die Sendung auch zu einem Markt für Moderatoren, was dem Gesprächsfluss der beiden Hauptakteure wenig dienlich war“, meinte der Medienexperte.

Für künftige Sendungen müsse das Fernsehen eine Form finden, um für die gewünschte Spannung zwischen den Kontrahenten zu sorgen. „Ich würde die beiden Kandidaten so platzieren, dass sie sich in die Augen schauen können, und ein einziger Moderator sollte eine Eingangsfrage stellen, damit die Sache in Gang kommt“, erklärte Kammann. „So könnten die beiden Kandidaten auch Themen und Tempo selbst bestimmen. Dann würde sich zeigen, wer redegewandt ist und wer geschickt agieren oder reagieren kann.“

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