ARD-DeutschlandTrend: Linke legt zu, Grüne verlieren

In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-DeutschlandTrends kann die Linke gegenüber der Vorwoche um einen Punkt zulegen und erreicht zwölf Prozent der Stimmen. Die Grünen verlieren einen Punkt und erreichen ebenfalls zwölf Prozent. Die Union kommt unverändert auf 35 Prozent der Stimmen, die SPD erreicht unverändert 23 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 14 Prozent. Union und FDP hätten damit weiterhin eine Mandatsmehrheit im Bundestag. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

Bei der Direktwahlfrage müssen beide Kandidaten Einbußen hinnehmen, der Abstand zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Herausforderer vergrößert sich allerdings von 29 auf 32 Prozentpunkte. Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen, dann würden sich 55 Prozent für Angela Merkel (-2 im Vergleich zur Vorwoche) und 23 Prozent für Frank-Walter Steinmeier (-5) entscheiden.

Fast zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) erwarten, dass Angela Merkel beim bevorstehenden TV-Duell besser abschneiden wird als Frank-Walter Steinmeier. Nur 15 Prozent glauben, dass Frank-Walter Steinmeier besser abschneiden wird. Beim bevorstehenden „TV-Dreikampf“ in der ARD zwischen Guido Westerwelle, Jürgen Trittin und Oskar Lafontaine glauben 46 Prozent der Befragten, dass der FDP-Chef am besten abschneiden wird. 26 Prozent erwarten, dass Oskar Lafontaine am besten abschneiden wird. Nur zwölf Prozent glauben, dass Jürgen Trittin bei dieser Diskussion am besten abschneiden wird.

Die Zustimmung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ist trotz der Diskussion um den jüngsten Luftangriff gewachsen. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend sprechen sich 57 Prozent der Bundesbürger dafür aus, dass die Bundeswehr „sich möglichst schnell aus Afghanistan zurückziehen sollte“. Dies sind zwölf Punkte weniger im Vergleich zum Juli dieses Jahres. 37 Prozent sind der Meinung, die Bundeswehr sollte weiterhin in Afghanistan stationiert bleiben (+10). Nur vier Prozent der Befragten geben an, dass der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ein „entscheidendes Thema“ für ihre Wahlentscheidung bei der Bundestagswahl sei. 36 Prozent sagen, es sei ein „wichtiges Thema“ für ihre Wahlentscheidung. Für eine Mehrheit der Befragten von 58 Prozent ist der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan hingegen „kein wichtiges Thema“ für ihre Wahlentscheidung.

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