Aktionstag gegen Niedriglöhne am Samstag, den 12. September 2009

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl sind die Gewerkschaften ver.di und NGG den Dumpinglöhnen auf der Spur. Beide Gewerkschaften wollen eine Bestandsaufnahme der Einkommenssituation in Duisburg, in den Kreisen Wesel und Kleve machen. Laut Angabe der beiden Gewerkschaften sind in Duisburg 9.500 Erwerbstätige, im Kreis Wesel 6.429 Erwerbstätige und im Kreis Kleve 3.106 Erwerbstätige auf staatliche Zuschüsse angewiesen.

„Die so genannten Aufstocker können von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben. Schuld daran sind häufig Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger pro Stunde,“ erklärte Thomas Keuer, Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Duisburg-Niederrhein.

Die Gewerkschaften wollen mit Aktionen gegen die Niedriglöhne vorgehen. „Gerade Frauen verdienen oft extrem wenig,“ sagte Hans-Jürgen Hufer, Geschäftsführer der NGG Nordrhein. Die Gewerkschaften

fordern einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde. Sie appellieren an die Beschäftigten in Duisburg, Dumpinglöhne zu melden, entweder per Internet unter www.dumpinglohn.de oder telefonisch unter 0203/2814-20 oder 0208/3058212. Auch während des Aktionstages zum Thema „Mindestlohn“ am Samstag, den 12.09.2009 besteht in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr die Gelegenheit Dumpinglöhne am Informationsstand der Gewerkschaft zu melden.

Den Informationsstand finden Interessierte auf der Düsseldorfer Straße gegenüber dem Kaufhof.

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