Stimmenzuwächse für die Linkspartei – SPD reagiert

Halle (ots) – Steigende Zustimmungswerte für die Linkspartei haben in der SPD Forderungen nach einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan bis 2015 verstärkt. „Die vernünftigen Schritte, die unser Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier für eine Beendigung des militärischen Engagements vorgezeichnet hat, sollten mit der Perspektive eines Abzugs bis 2015 verknüpft werden“, sagte der Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst-Dieter Rossmann, der in

Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Mit dem vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ins Gespräch gebrachten Datum 2015 könne die SPD „die Menschen überzeugen“. Steinmeier hatte dagegen ein festes Datum als falsches Signal an die Adresse der Taliban abgelehnt.

Die wachsende Zustimmung für die Linkspartei, für die die Meinungsforschungsinstitute in jüngsten Umfragen zwischen 11,5 Prozent (Allensbach) und 14 Prozent (Forsa) ermittelten, könne auf eine „verstärkte Bereitschaft hindeuten, das Tabu zu überwinden und sich zur Linkspartei zu bekennen“, sagte der SPD-Politiker weiter. Als mögliche Motive nannte Rossmann die von der Bundeswehr angeforderte Bombardierung zweier Tanklastzüge nahe Kundus sowie die Erfolge der Linkspartei bei den Landtagswahlen vor zehn Tagen.

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